Ebensfeld
14. Bis 17. September

Kirchweih Ebensfeld

Gaudi-Fußballspiel und mehr: Am Wochenende feiert Ebensfeld Kirchweih.
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Am Wochenende wird in Ebensfeld Kirchweih gefeiert. Foto: Gerda Völk
Am Wochenende wird in Ebensfeld Kirchweih gefeiert. Foto: Gerda Völk

Die Silhouetten fränkischer Dörfer und Städte werden durch ihre Sakralbauten bestimmt. Auch in Ebensfeld ragt der Turm der katholischen Pfarrkirche "Mariä Verkündigung" hoch in den Himmel hinein. Am kommenden Sonntag werden seine Glocken zum Kirchweihfest läuten. Der feierliche Gottesdienst findet am Sonntag, 16. September, um 10 Uhr statt.

Zu den seit alters her überlieferten Bräuchen zur Kirchweih gehört die Aufstellung eines Kirchweihbaums. Auf Initiative von Bürgermeister Bernhard Storath wurde diese Tradition vor einigen Jahren wiederbelebt. Mit dem Festbieranstich und der Aufstellung des "Kerwasbaam" startet die Ebensfelder Kirchweih in die erste Runde. Unter der musikalischen Begleitung der Musikvereinigung Ebensfeld wird der Baum um 18 Uhr zu seinem endgültigen Standort auf dem Kirchplatz gebracht. Anschließend werden die kräftigsten Burschen des Ortes den mit Bändern festlich geschmückten Baum unter den Augen zahlreicher Besucher aufstellen.

Kirchweihbesucher sollten sich auf jeden Fall den Montagabend freihalten. Wie schon in den Jahren zuvor findet auch heuer wieder im Stadion ein Gaudi-Fußballspiel statt. Das allerdings verspricht ein besonderes Ereignis zu werden, denn um 17.30 Uhr treten die "TSV Präsidenten & Legenden" gegen die TSV-Damenfußballmannschaft an. Man darf gespannt sein, wer die Partie gewinnen wird. Es gibt Bratwürste und Steaks sowie Schnitzel. Danach ist im Sportheim der Kirchweihausklang mit Barbetrieb und DJ geplant.

Die Marktgemeinde Ebensfeld liegt zwischen der alten Kaiserstadt Bamberg im Süden, der Stadt Coburg im Nordwesten und der Adam-Riese-Stadt Bad Staffelstein im Norden. Der Ort sieht sich selbst als "Tor zum Gottesgarten am Obermain". Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich im Jahr 802. Im Codex diplomaticus Fuldensis wird Ebensfeld (Ebilihfeldono marcu) als Fuldaer Besitz erwähnt. Dieser ging später in den Besitz des Bistums Bamberg über.

Die Geschichte des Kirchenbaus in Ebensfeld reicht bis weit in die Vergangenheit zurück und ist von einigen Schicksalsschlägen geprägt. Im Jahr 1284 erhält der damals zur Altpfarrei Staffelstein gehörende Ort einen Ablass zum Neubau einer eigenen Kirche, die der heiligen Maria geweiht war. In den Wirren des dreißigjährigen Krieges niedergebrannt, wird die Kirche laut Bauinschrift 1653 bis 1657 wiederaufgebaut. 20 Jahre später dann der nächste Schicksalsschlag. 1677 wird der Kirchturm Opfer eines verheerenden Feuers.

Ein Wiederaufbau erfolgt 1696 durch den Bamberger Maurermeister Andreas Reinthaler. Ihr heutiges Aussehen erhält das Gotteshaus 1911/12 mit der Vergrößerung des Langhauses nach Norden, unter Erhaltung der von Anton Berwanger 1730 gefertigten Stuckdecke im inneren der Kirche. Ein Blick zur Decke lohnt sich daher allemal.



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