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Dekanat

Kirchliches Leben stark eingeschränkt

Aufgrund der Corona-Pandemie wird auch im Dekanatsbezirk Thurnau das kirchliche Leben in den nächsten Wochen stark eingeschränkt sein. Die Pfarrer haben zusammen mit den Kirchenvorständen mehrere Maßn...
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Wenn im Dekanat Thurnau die Glocken läuten, dürfen die Gläubigen zu Hause gerne ein Gebet sprechen.  Symbolfoto: Fabian Strauch/dpa
Wenn im Dekanat Thurnau die Glocken läuten, dürfen die Gläubigen zu Hause gerne ein Gebet sprechen. Symbolfoto: Fabian Strauch/dpa

Aufgrund der Corona-Pandemie wird auch im Dekanatsbezirk Thurnau das kirchliche Leben in den nächsten Wochen stark eingeschränkt sein. Die Pfarrer haben zusammen mit den Kirchenvorständen mehrere Maßnahmen beschlossen. Sie folgen damit den Empfehlungen des Landeskirchenrats

Die sonntäglichen Gottesdienste und die Passionsandachten werden bis zu einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt ausgesetzt. Das gilt auch für Konfirmationen, Trauungen und Taufen. Sobald über die weitere Entwicklung mehr Klarheit besteht, werden dafür Ausweichtermine vereinbart.

Auch alle Gemeindeveranstaltungen, Gruppen, Kreise und Chöre entfallen. Bestattungen finden statt. Allerdings können die Trauerfeiern nur noch im engsten Familienkreis begangen werden und sollen im Freien stattfinden mit nicht mehr als 20 Personen. Das sind die Empfehlungen des Gesundheitsamts.

"Wir sind traurig, in unseren Kirchen keine Gottesdienste mehr feiern zu können, aber im Moment geht der Schutz der Menschen vor", so Dekanin Martina Beck. Sie bittet die Gemeindeglieder, die Gottesdienste in den Medien zu nutzen.

"Außer aufmerksam und sensibel für alles zu sein, was jetzt notwendig und hilfreich ist, dürfen und können wir als Christen Gott sei Dank auch beten", so Beck weiter. Fast alle Kirchen ür im Dekanat seien für Stille und Gebet tagsüber geöffnet. Die genauen Zeiten seien am jeweiligen Gotteshaus veröffentlicht.

Eine gute Möglichkeit sei es, beim Läuten der Kirchenglocken innezuhalten und im Wissen darum, dass zur gleichen Zeit auch andere dies tun, ein Vaterunser zu beten.

Unsichtbare Gemeinschaft

In der Dekanatskirche St. Laurentius in Thurnau werden Beck zufolge um 12 Uhr und um 18 Uhr Geistliche beten. Jeder einzelne sei eingeladen, zu Hause mit zu beten. Ein Gebetsformular mit Texten, Stille und Raum für eigene Anliegen werde in den Gemeindebriefen veröffentlicht, sofern diese jetzt erscheinen, oder könne im Dekanatsbüro Thurnau angefordert werden und werde dann per E-Mail oder per Post zugesandt.

"So wachsen wir zusammen zu einer unsichtbaren Gebetsgemeinschaft. Das Gebet hilft, Vertrauen und Hoffnung in dieser Krise zu bewahren, und stärkt die Nächstenliebe, die wir derzeit füreinander besonders brauchen."

Unverändert gelte, dass die Pfarrer gerne für die Bürger da sind. Wer das Bedürfnis nach einem Gespräch habe, Hilfe benötige oder seelsorgerischen Rat brauche, könne gerne anrufen. Beck: " Wir nehmen uns Zeit für Sie. Falls Sie Ihren Ortspfarrer einmal nicht gleich erreichen, werden Sie auf jeden Fall zeitnah zurückgerufen, sofern Ihre Nummer angezeigt wird."

In den nächsten vier Wochen sei außerdem unter den Nummern 09228/5921 und 0151/ 56380851 immer ein Geistlicher erreichbar. red