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Kirchenpfleger verabschiedet

Es gibt sie noch, die Ehrenamtlichen, die sich in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Ein solcher ist Baptist Bäuerlein aus Ludwag. Sechs Amtsperioden, also mehr als 36 Jahre, war er Kirchenpfleger v...
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Nach 36 Jahren wurde Kirchenpfleger Baptist Bäuerlein (2. v. r.) mit Dank verabschiedet. Von links: Zweite Pfarrgemeinderatsvorsitzende Jutta Bleier, Pfarrer Michael Herrmann, Ehefrau Monika Bäuerlein und rechts der neue Kirchenpfleger Jörg Deinlein Foto: Joseph Beck
Nach 36 Jahren wurde Kirchenpfleger Baptist Bäuerlein (2. v. r.) mit Dank verabschiedet. Von links: Zweite Pfarrgemeinderatsvorsitzende Jutta Bleier, Pfarrer Michael Herrmann, Ehefrau Monika Bäuerlein und rechts der neue Kirchenpfleger Jörg Deinlein Foto: Joseph Beck

Es gibt sie noch, die Ehrenamtlichen, die sich in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Ein solcher ist Baptist Bäuerlein aus Ludwag. Sechs Amtsperioden, also mehr als 36 Jahre, war er Kirchenpfleger von St. Johannes der Täufer in seinem Heimatort oben auf dem Jura.

Nach dem Gottesdienst wurde er nun von der Pfarrgemeinschaft mit Pfarrer Michael Herrmann und Zweiter Pfarrgemeinderatsvorsitzender Jutta Bleier verabschiedet. Sein Nachfolger Jörg Deinlein ließ die lange Amtsperiode noch einmal in Kurzform Revue passieren. Da der damalige Pfarrer Josef Eller bei einem Unfall plötzlich verstarb und niemand außer dem Pfarrer Einblick in die Bücher der Pfarrei hatte, sei auf Bäuerlein viel zugekommen. Die Übernahme des Pfarrvermögens, die Erstellung der Jahresrechnung und der Haushaltspläne musste er sich selbst erarbeiten. Dass das Pfarrhaus nicht verkauft wurde, sondern vermietet werden konnte, sei Bäuerleins Verdienst gewesen, sagte der neue Kirchenpfleger. Das Hauptaugenmerk war die mehrmalige Renovierung der Kirche. Probleme habe immer wieder der Kirchturm bereitet, da nach einiger Zeit wieder Wasser eingedrungen sei und das Gebälk schädigte.

Den Friedhof habe Bäuerlein neu anlegen lassen, hinter ihm einen Parkplatz errichtet und auch das Leichenhaus saniert. Der örtliche Künstler Erhard Schütze habe an der Außenmauer ein beeindruckendes Kunstwerk installiert. "Baptist war es immer wichtig, alles in Stand zu setzen und neu zu gestalten", führte Deinlein aus.

Der Dank der Gläubigen galt auch seiner Frau Monika, die ihren Mann immer unterstützte und sich selbst um die Pflege der Priestergräber kümmerte. Beide erhielten deshalb als Dank und Anerkennung einen Zuschuss für einen Ausflug ins Elsass. Joseph Beck

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