Herzogenaurach
Themenabend

Kirche will der Jugend zuhören

Am Montag, 7. Januar, laden Günther Doliwa, Konrad Eitel, Hans Meister, Hans Schmid und Wolfgang Seitz um 19 Uhr im Pfarrzentrum St. Magdalena zu dem Themenabend "Weltjugendsynode als Herausforderung ...
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Am Montag, 7. Januar, laden Günther Doliwa, Konrad Eitel, Hans Meister, Hans Schmid und Wolfgang Seitz um 19 Uhr im Pfarrzentrum St. Magdalena zu dem Themenabend "Weltjugendsynode als Herausforderung für die Gemeinden" ein. Wie die Organisatoren der Veranstaltung mitteilen, möchten sie als Gruppe künftig regelmäßig zu theologischen, innerkirchlichen, ökumenischen und gesellschaftspolitischen Fragen einladen und in den Gemeinden Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Zum Abschluss der Synode, die in Rom vom 3. bis 28.Oktober tagte, bat Papst Franziskus die Jugendlichen um Entschuldigung dafür, dass die Kirche ihnen oft nicht zugehört habe, heißt es in der Einladung. Zugleich mahnte er, stärker auf junge Menschen zuzugehen. "Ich möchte den jungen Menschen im Namen von uns Erwachsenen sagen: Verzeiht uns, wenn wir euch oft kein Gehör geschenkt haben; wenn wir, statt euch unser Herz zu öffnen, eure Ohren vollgeredet haben." Zugleich versprachen die Bischöfe jungen Christen Rückhalt bei ihren Reformwünschen. Die Kirche wolle sie "auf neuen Wegen" begleiten.

"Appell gegen Arroganz"

Wie ist die Jugendsynode am Ende zu bewerten? Deutsche Teilnehmer sprachen von einem "gewaltigen Schritt in der Kirche" (Bischof Felix Genn) und von einer "Revolution des Zuhörens" (Pater Clemens Blattert). Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, versteht das Abschlussdokument als einen "Appell gegen Machtstrukturen und Klerikalismus, gegen Missbrauch und kirchliche Arroganz". Andere Kommentare fallen kritischer aus. Es lohnt sich also, sich in den Gemeinden ein eigenes Bild zu machen, meinen Eitel und seine Mitstreiter. Es gehe um nicht weniger als um die Zukunft der Kirche.

Diözesanjugendseelsorger Norbert Förster wird den Abend mit einem Impulsreferat einleiten und dabei wesentliche Aussagen des Abschlusstextes vorstellen. Nach ihm sollen Jugendliche aus der Pfarrei St. Magdalena die Möglichkeit erhalten, neue Wege aufzuzeigen. Es gehe darum, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen. red

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