Ebensfeld
Gemeinderat 

Kirche nimmt sich der Kita an

Eigentümer und Bauträger dieser Kita wird aber der Markt Ebensfeld sein.
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Aus allen Nähten platzt die bisherige Kindertagesstätte. Foto: Mario Deller
Aus allen Nähten platzt die bisherige Kindertagesstätte. Foto: Mario Deller
Der Gemeinderat gab in der jüngsten Sitzung sein grünes Licht für den Abschluss einer Betriebsträgervereinbarung mit der katholischen Kirchenstiftung beim geplanten Neubau einer Kindertagesstätte nahe der Schule. Die Vereinbarung wurde mit den Verantwortlichen der katholischen Kirchenstiftung besprochen.
Der laufende Betrieb der künftigen Kita werde zeigen, ob noch Änderungen oder Ergänzungen notwendig seien. Die Betriebsträgerschaft übernimmt die Kirchenstiftung, Eigentümer und Bauträger dieser Kita wird aber der Markt Ebensfeld sein: "Das ist auch für uns Neuland", räumte Bürgermeister Bernhard Storath ein.
Die neuen Parkplätze am umgebauten Ebensfelder Bahnhof nehmen allmählich Gestalt an. Franz Böhmer bereitet die Umsetzung allerdings Kopfschmerzen hinsichtlich der dortigen Straßenbreite in Verbindung mit den direkt angrenzenden Stellflächen: "Wenn einer nicht ordnungsgemäß parkt, wird es schwierig für einen Mähdrescher-Fahrer, da durchzukommen."
In Unterneuses ist im Rahmen der Erweiterung eines Logistikzentrums die Errichtung einer größeren Halle angedacht. Die Erweiterung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet Unterneuses Nord" mit entsprechender Änderung des Flächennutzungsplanes war seitens des Gemeinderats im Februar vorigen Jahres beschlossen worden. Auch wenn der Baubeginn noch völlig unklar ist, gehen die umfangreichen Vorbereitungen im potentiellen Bauareal Schritt für Schritt voran. So hat die hydrotechnische Untersuchung des Haselbaches ergeben, dass die Hauptabflüsse bei einem sogenannten hundertjährigem Hochwasser im Süden der geplanten Erweiterungsflächen liegen. Deshalb wurde die überbaubare Fläche in diesem Bereich teilweise zurückgenommen und als Grünfläche festgesetzt. Planänderungen aufgrund der Ergebnisse aus der Verkehrsanalyse und der ebenfalls erfolgten schalltechnischen Untersuchung sind nicht veranlasst, heißt es in der Sitzung weiter. Besagte Verkehrsanalyse ergab, dass ein Linksabbiegestreifen auf der Staatsstraße 2197 nicht notwendig wird. Aufgrund des Lkw-Verkehrs im besagten Gewerbegebiet in Unterneuses stand als weiterer Tagesordnungspunkt der als dringend notwendig erachtete Teilausbau der Niederauer Straße zur Diskussion und Abstimmung. Dessen Abschnitt von der Staatsstraße 2197 bis zum Anwesen Schedel wird von den ansässigen Firmen verstärkt mit Lkw befahren. Allerdings beträgt die Straßenbreite dort nur vier Meter, was zu Behinderungen im Einmündungsbereich der Staatsstraße sowie beim Begegnungsverkehr führt. Nun wird die Straße im besagten Teilbereich auf sechs Meter verbreitert, so die Entscheidung des Gremiums.
Im Zuge der Asphaltierungsmaßnahme erfolgt - die Ortsdurchfahrt von Unterleiterbach kann hier als Vergleichsbeispiel dienen - die optische Abtrennung eines zwei Meter breiten Radweges. Im Zuge der ICE-Baustelle war der Verbreiterungsstreifen bereits kostengünstig geschottert worden. In der Sitzung thematisiert wurde auch die Gefahr einer Behinderung von Radfahrern oder Fußgängern durch wartende oder parkende Fahrzeuge. Um dem vorzubeugen, wurde im Beschlussvorschlag zur beschriebenen Maßnahme eine entsprechende Maßgabe ergänzt: Es muss demnach gewährleistet sein, dass tagsüber von 8 bis 18 Uhr niemand auf dem Weg parkt. Unter Einflechtung dieses Passus sprach sich schließlich bei einem Ergebnis von zehn zu acht Stimmen die knappe Mehrheit des Gemeinderats für den Teilausbau der Niederauer Straße durch Asphaltierung mit straßenbegleitendem Radweg aus.

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