Schlüsselfeld

Kirche braucht Frischzellenkur

In Sankt Johannes in Schlüsselfeld sind an allen Ecken und Enden Arbeiten erforderlich.
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Die Schlüsselfelder Pfarrkirche Sankt Johannes ist sanierungsbedürftig. Foto: Evi Seeger
Die Schlüsselfelder Pfarrkirche Sankt Johannes ist sanierungsbedürftig. Foto: Evi Seeger

Die Innensanierung der Pfarrkirche Sankt Johannes in Schlüsselfeld sollte eigentlich bereits vor vier Jahren zusammen mit der Außensanierung erfolgen. Das sei jedoch für die Pfarrei nicht zu schultern gewesen, sagt Kirchenpfleger Georg Dennert. Nach einer Pause von einigen Jahren soll nun im Jahr 2020 das Kircheninnere in Angriff genommen werden.

Die Kosten der Renovierung sind beachtlich: Nach der Schätzung müssen 450 000 Euro aufgebracht werden. Darauf erhofft sich die Pfarrei von der Erzdiözese eine Unterstützung in Höhe von 65 Prozent. Der Stadtrat Schlüsselfeld hat bei seiner jüngsten Sitzung bereits einen Zuschuss von fünf Prozent zugesichert.

Sofern die Ergebnisse der Ausschreibungen den geplanten Kostenrahmen nicht sprengen, sei am Weißen Sonntag, 19. April 2020, der letzte Gottesdienst in Sankt Johannes, informiert der Kirchenpfleger. Anschließend sollen mit dem Ausräumen der Kirche in Eigenregie die Arbeiten beginnen. Dennert hofft, dass sich dafür genügend ehrenamtliche Helfer finden. Die Gottesdienste werden während der Renovierung in der Marienkapelle stattfinden.

Vieles, was in dem Gotteshaus notwendig wird, ist auf den ersten Blick und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Die von der Pfarrei verpflichtete Schlüsselfelder Architektin Patricia Hanika macht es in ihrer Baubeschreibung deutlich.

Bänke mit Schädlingsbefall

Einer der ganz dicken Brocken ist - mit Kosten von rund 100 000 Euro - das Gerüst, um auch den letzten Winkel des hohen Innenraums zu erreichen. Denn der Innenanstrich bedarf einer Erneuerung, Risse im Kircheninneren müssen verpresst werden. Ein Teil der Kirchenbänke weise Schädlingsbefall auf. Ein barrierefreier Zugang wie auch eine induktive Höranlage für Schwerhörige soll geschaffen werden.

Auch im Hinblick auf die Sicherheit würden verschiedene Maßnahmen notwendig: Der Aufgang zur Empore genüge den Sicherheitsvorschriften nicht mehr. Er müsse durch eine Absturzsicherung und einen Handlauf ergänzt werden. Zudem sei - für künftige Wartungsarbeiten an Glocken und Uhrenanlage - der Zugang zum Glockenturm zu erneuern. Elektroinstallation und Beleuchtung müssten auf ihre Funktion überprüft und überarbeitet werden.

Zur Temperierung des Altarraums soll eine Wandheizung (unter Putz) installiert werden. Auch die Einrichtung der Sakristei solle ergänzt und überarbeitet werden. Eingehaust, gereinigt und neu intoniert werde im Zuge der Renovierung die Orgel. Auch alle Heiligenfiguren werden abgenommen und eingelagert. Während dieser Zeit werde eine bewahrende Konservierung durchgeführt, die sehr kostspielig sei, so Georg Dennert. Hierbei bestehe die Möglichkeit, durch eine Patenschaft die Kosten für eine bestimmte Figur zu übernehmen. Die Kirchenstiftung freue sich über Spenden zugunsten der Renovierung wie auch über Arbeitseinsätze von freiwilligen Helfern.

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