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Herzogenaurach
Brauchtum

Kirche begeht hohes Marienfest

Unter den zahlreichen Marienfesten, die sich das ganze Jahr über im Kalender finden, hat besonders das Fest Mariae Verkündigung die Künstler aller Jahrhunderte zu Darstellungen verschiedenster Art ang...
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Unter den zahlreichen Marienfesten, die sich das ganze Jahr über im Kalender finden, hat besonders das Fest Mariae Verkündigung die Künstler aller Jahrhunderte zu Darstellungen verschiedenster Art angeregt. Auch werden Frühlings- und Herbstanfang mit zwei Marienfesten assoziiert, etwa nach folgendem Spruch: "Mariae Verkündigung (25. März) ziehen die Schwalben wiederum, Mariae Geburt (8. September) ziehen die Schwalben furt."

Es handelt sich um ein wichtiges Ereignis für das ganze christliche Heilsgeschehen, das sich daher auch zu Beginn des Lukasevangeliums findet. Lukas stellt der Verkündigung an Maria lediglich die Vorgänge um Johannes den Täufer voran. Denn dieser ist nach den Berichten des neuen Testamentes sechs Monate älter als Jesus und wird daher im griechischen Kulturkreis mit dem Beinamen Prodromos - der Vorläufer - charakterisiert.

Lukas berichtet in seinem ersten Kapitel von der Jungfrau Maria, bei der ein Engel mit den Worten eintrat: "Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir." Sie erschrak zunächst über diese Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Der Engel erklärte ihr, dass sie dazu ausersehen sei, den Messias zu empfangen. Maria entgegnete darauf: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast." Danach verließ der Engel Maria wieder.

Auch in der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena in Herzogenaurach können aufmerksame Besucher am Marienaltar diese Darstellung entdecken. Der Altar stammte ursprünglich aus Wallenfels, für das er um 1760/1770 geschaffen wurde. Nach Herzogenaurach kam er 1935. An erhöhter Stelle befindet sich die figurale Darstellung eben jener Szene im sogenannten Auszug, lediglich durch eine Wolkenbank nach unten abgegrenzt.

Maria ist links an einem Betpult knieend dargestellt, vor sich ein aufgeschlagenes Buch. Der Engel auf der rechten Seite verweist mit der erhobenen rechten Hand nach oben auf den Heiligen Geist in Gestalt einer Taube, der über der Szenerie schwebt. Dadurch ist dieses "Ave Maria gratia plena" quasi als Momentaufnahme eingefangen.

Dass dieser Termin in früheren Zeiten auch einen festen Termin im Jahreslauf darstellte, ist an einer Wetterregel ersichtlich, die besagt: "Um Mariae Verkündigung klar, ist Segen für das ganze Jahr."

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