Kirchaich
Glaube

Kirchaicher Ägidius-Kirche zeigt eine besondere Ikone

Eine ganz eigene Bildersprache erleben die Gläubigen in der Ägidius-Kirche in Kirchaich seit dem Gründonnerstag und noch bis Pfingsten. Eine schlichte hölzerne Kreuzigungsgruppe am Giebel der alten Äg...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Auferstehungs-Ikone von Ostersonntag bis Pfingsten  Foto: sw
Die Auferstehungs-Ikone von Ostersonntag bis Pfingsten Foto: sw
Eine ganz eigene Bildersprache erleben die Gläubigen in der Ägidius-Kirche in Kirchaich seit dem Gründonnerstag und noch bis Pfingsten.
Eine schlichte hölzerne Kreuzigungsgruppe am Giebel der alten Ägidius-Kirche ist der zentrale "Schmuck" des modernen Gotteshauses, das in den 1970er Jahren wie ein Zeltdach über die alte Kirche "geschoben" wurde. Auf Initiative der Kirchenverwaltung wurde im vergangenen Jahr eine Methode entwickelt, das "Altarbild" zu gegebener Zeit auch verändern zu können, vor allem zum Zweck der Kreuzverhüllung während der Kartage. Diese Technik wurde an Gründonnerstag zur Kreuzverhüllung genutzt, was dem Gottesdienst und den Kartagen eine besondere Intensität verlieh. Seit dem Ostergottesdienst hängt nun eine Auferstehungs-ikone über dem Kreuz. Sie wurde im vergangenen Jahr angeschafft und gestaltete auch schon 2017 die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten.
20 Quadratmeter groß ist die Leinwand mit einem Motiv der Ikonen-Malerin Elisabeth Riederer aus Beilngries. Die Darstellung zeigt im Zentrum Jesus Christus, der aus dem Reich des Todes aufersteht und als Sieger auftritt. Unter seinen Füßen sind die aufgebrochenen, aus den Angeln gehobenen Türen zum Totenreich zu sehen. Gefesselt und bezwungen der Tod, mit fester Hand zieht Christus Adam und Eva aus den Armen des Todes. Sie repräsentieren alle, die auf Erlösung hoffen.
Das Original, nach dem die Künstlerin die Ikone malte, stammt aus dem 14. Jahrhundert und hängt in der Chora-Kirche in Konstantinopel. sw
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren