Pettstadt
Gemeinderat (II)

Kindersegen zwingt Pettstadt zum Handeln: mehr Plätze in Kiga und Krippe

Die laut einer Bevölkerungsprognose des Landkreises angeblich zur Überalterung tendierende Gemeinde kommt seit Jahren dem sprudelnden Kindersegen kaum hinterher. Die Geburtenfreude wird allenthalben b...
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Die laut einer Bevölkerungsprognose des Landkreises angeblich zur Überalterung tendierende Gemeinde kommt seit Jahren dem sprudelnden Kindersegen kaum hinterher. Die Geburtenfreude wird allenthalben begrüßt, aber: Es müssen neue Krippen- und Kindergartenplätze her, die Grundschule muss angepasst werden. Für die jungen Eltern gut zu wissen: Der Gemeinderat lässt sich nicht lumpen.

Die jüngste Gemeinderatssitzung berührte in zwei Tagesordnungspunkten die Anforderung, in den Nachwuchs zu investieren. Zum einen wird im künftigen Baugebiet "Obere Lehenteile" eine gemeindliche Vorbehaltsfläche für den Bau einer weiteren Kindertagesstätte ausgewiesen. Zum anderen wird zeitnah gehandelt, um den abermals unerwartet gestiegenen Bedarf an Krippenplätzen in der Kindertagesstätte St. Anna zu decken.

Gruppenraum in Schutzhütte

Dazu wird, wie Bürgermeister Jochen Hack berichtete, in Abstimmung mit der Leitung des Kindergartens und im Einvernehmen mit den Eltern der Waldkindergarten erweitert. Auf die Schnelle soll und kann dort über die Sommerpause ein weiterer Gruppenraum in einer separaten Schutzhütte bereitgestellt werden. Ein Planer und der schon beim vorhandenen Waldkindergarten bewährte Zimmermann stehen bereit, das Vorhaben rasch zu verwirklichen. Sowie dieser neue Gruppenraum gezimmert ist, werden weitere Kinder von St. Anna mit Einverständnis ihrer Eltern in der Waldgruppe betreut. Sie machen Platz für die nachrückenden Ein- bis Dreijährigen, für die eine weitere Krippengruppe in dem Gebäudekomplex an der Fabrikstraße eingerichtet wird. Dafür sind kurzfristig Umbauarbeiten erforderlich.

Der Gemeinderat war mit diesem Konzept einverstanden. Er genehmigte außerdem knapp 11 000 Euro für die Errichtung eines Pavillons am Waldkindergarten. Dieser wird unter anderem für Gespräche des Personals mit Eltern benötigt.

Bürgertreff rückt wieder näher

Beinahe wären Überlegungen, im früheren Nahversorgungsgeschäft der Familie Reinwald einen Bürgertreff einzurichten, in Vergessenheit geraten. Nach einer monatelangen Denkpause wurde nun aber ein Bauplan gebilligt, der dieses Ziel wieder näher rückt. Der Architekt hat Kosten von 12 500 Euro kalkuliert, die hauptsächlich für den behindertengerechten Umbau der Toilette entstehen. Noch nicht bezifferte Ausgaben für die Einrichtung kommen hinzu, wenn der Bauantrag vom Landratsamt genehmigt worden ist.

Das Projekt war ins Stocken geraten, weil der Gemeinderat sich erst noch Klarheit verschaffen wollte, ob in dem früheren Geschäftsraum ein Dorfladen entstehen soll. Bürgermeister und Gemeinderäte halten sich diesbezüglich aber noch bedeckt. Zu erfahren war nach einer Klausurtagung, dass das Thema Dorfladen "noch nicht begraben" sei. Gegebenenfalls würde man aber die Raumfrage anderweitig lösen, hieß es.

Keine Tombola

Weil die Marschrichtung lange offen war, hat der Pettstadter Helferkreis seine Absicht aufgegeben, beim bevorstehenden Straßenfest eine Tombola zugunsten des Bürgertreffs zu veranstalten.

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