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Stettfeld

Kindergartenplanung beginnt von vorne

Im Stettfelder Gemeinderat ging es um ein Langzeitprojekt und um die Ausstattung mit Glasfaserkabel.
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Blick vom Kriegerdenkmal auf den Kindergarten: Während die Sanierung des Denkmals genehmigt wurde, rückt der Umbau des Kindergartens in weite Ferne.  Foto: Christian Ziegler
Blick vom Kriegerdenkmal auf den Kindergarten: Während die Sanierung des Denkmals genehmigt wurde, rückt der Umbau des Kindergartens in weite Ferne. Foto: Christian Ziegler

Glasfaseranschlüsse, Kriegerdenkmal, Kindergarten und die Aufstellung einer neuen Sitzgruppe am See waren Punkte der Gemeinderatssitzung in Stettfeld am Mittwochabend.

Bürgermeister Alfons Hartlieb (CSU) teilte mit, dass die Planung für Umbau und Modernisierung des Kindergartens eingestampft worden sei. Nach einem Architektenwechsel waren die Kosten explodiert, Zuschüsse blieben aber gleich, was für Gemeinde und Kindergartenverein nicht zu stemmen ist.

Neue Planungen nötig

"Deshalb hier lieber ein Ende mit Schrecken", betonte Hartlieb. Da die Brandschutzsanierung ansteht und mehr Betreuungsplätze für Schulkinder nötig sind, muss ohnehin neu geplant werden. Informationen soll es in der März-Sitzung geben.

Das leidige Parkplatzproblem war einmal mehr Thema. Im September 2019 waren in der Hauptstraße mehre Änderungen an und in einem Gebäude genehmigt worden. Allerdings sollten hierzu vier Stellplätze bereitgestellt werden, und dies sollte auf einem Grundstück im Rudendorfer Weg erfolgen. Nach einem Kommentar der bayerischen Bauordnung kann die Entfernung bis zu 150 Metern betragen. Da der Weg in dem Fall knapp 250 Meter lang ist, bat das Landratsamt erneut um Stellungnahme. Ein weiterer Vorschlag sieht nun einen Zugang durch die Gartenstraße und die Scheune vor, den der Architekt mit 158 Metern, das Bauamt mit 215 Metern angibt.

Nach längerer Diskussion kam der Rat zum Schluss, dass man mit der Lösung leben könne, es allerdings am Bauherrn liege, auf die Gemeinde zuzugehen und über Alternativen zu sprechen. Da sich das Grundstück im Rudendofer Weg im Besitz einer anderen Familie befindet, ist eine Grundbucheintragung notwendig. Mit 9:1-Stimmen beschloss der Gemeinderat, das Einvernehmen zu erteilen, sobald die dingliche Sicherung durch die Eintragung im Grundbuch erfolgt ist oder eine andere einvernehmliche Lösung gefunden wurde.

Bauhof und Bürgermeisterzimmer werden mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet, dies beschloss der Gemeinderat einstimmig. Derzeit läuft ein Förderprogramm der bayerischen Staatsregierung für die Versorgung öffentlicher Einrichtungen mit schnellem Internet. Der Fördersatz hierfür liegt bei 90 Prozent, da Stettfeld in einem "Raum mit besonderem Handlungsbedarf" liegt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 40 000 Euro, an denen sich Stettfeld mit 4000 Euro beteiligen muss. Für den Anschluss des Bauhofs war man sich einig. Ob es Sinn macht, das Bürgermeisterzimmer anzuschließen, darüber wurde kurz diskutiert. Etwas, über das die Gemeinderäte Walfried Spath und Werner Rümer nur den Kopf schütteln konnten. "Geht nicht zurück ins Mittelalter", warf Spath ein, und Rümer ergänzte. "Wenn man eine solche Chance bekommt, nutzt man sie!"