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Kindergartenkinder werden Insekten-Experten

Das Anlegen einer kleinen Blühfläche und das Aufstellen eines Insektenhotels am Kindergarten "Villa Regenbogen" in Adelsdorf war ausschlaggebend für weitere Informationen der Kinder über Insekten. Zug...
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Manfred Ludwig (r.) erklärte den Kindern unter anderem den Körperbau von Insekten anhand einer Wespe. Foto: privat
Manfred Ludwig (r.) erklärte den Kindern unter anderem den Körperbau von Insekten anhand einer Wespe. Foto: privat

Das Anlegen einer kleinen Blühfläche und das Aufstellen eines Insektenhotels am Kindergarten "Villa Regenbogen" in Adelsdorf war ausschlaggebend für weitere Informationen der Kinder über Insekten. Zugeschnitten auf Vorschulkinder informierte Manfred Ludwig, der Biologe der Ortsgruppe Adelsdorf des Bundes Naturschutz (BN) an zwei Tagen Kinder der "Villa Regenbogen" und des neuen Waldkindergartens samt anwesendem Betreuungspersonal über diese Tiergruppe.

Ludwig erläuterte an einer Wespe den dreigliedrigen Bau der Insekten. Er weckte das Interesse, diesen Aufbau besonders auch an der Feuerwanze und weiteren Arten zu erkennen. Die Feuerwanze kommt nämlich in großer Zahl auf der Terrasse und unter den Lindenbäumen des Kindergartens vor, deren Samen für diese Pflanzensauger die Hauptnahrungsquelle sind. Besonderes Interesse zeigten die jungen Zuhörer an den inneren Organen der Insekten.

In reger Diskussion konnten die Kinder viele weitere Insekten benennen. Auch die Abgrenzung zu den Spinnen mit acht Beinen und ihrer Zweigliederung wurde thematisiert. Die unterschiedliche Nahrung und die Entwicklung zum erwachsenen Insekt vom Ei über verschiedene Larvenstadien wurde mit vielen Fragen gespickt aufgenommen.

In den Fokus rückte dabei wieder die Feuerwanze, die im Unterschied zu den meisten Insekten eine "unvollständige Verwandlung" (Metamorphose) vollzieht, bei der sich die Larven kaum vom fertigen Insekt unterscheiden. Von "vollständiger Verwandlung" spricht man, wenn zum Beispiel nach einem Raupenstadium eine Verpuppung erfolgt.

Meisenkasten als Geschenk

Stellvertretend für besonders nützliche Insekten wurde der Marienkäfer angesprochen, der pro Tag an die 50 Blattläuse vertilgen kann. Biologische Schädlingsbekämpfung kann mit Schlupfwespen auf dem Kartoffelacker oder in den Weinbergen erfolgen. Ameisen gelten in Wald und Feld als Resteverwerter und sind wichtige Glieder im ökologischen Kreislauf. Zum Abschluss wurde dem Kindergarten ein Meisenkasten spendiert, der zwischenzeitlich vom BN aufgehängt wurde. Auch der Kindergarten bedankte sich mit einem kleinen Präsent beim Referenten. Helmut König

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