Gundelsdorf

Kindergarten liegt im Zeitplan

Die Erneuerung des Kindergartens Gundelsdorf geht zügig voran. Ende des Jahres sollen die Arbeiten in der denkmalgeschützten früheren Fabrikantenvilla planmäßig beendet werden. Kosten: 1,4 Millionen Euro.
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Bei der Besichtigung des Intensivraums der Krippengruppe (von links): Birgit Eisentraudt (Kindergartenleitung), Elisabeth Reinhardt (Krippenerzieherin), DritterBürgermeister Markus Wich, Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann, Dipl. Ing. Dorothea Dietrich und Bautechniker Georg Kreul Foto: K.-H. Hofmann
Bei der Besichtigung des Intensivraums der Krippengruppe (von links): Birgit Eisentraudt (Kindergartenleitung), Elisabeth Reinhardt (Krippenerzieherin), DritterBürgermeister Markus Wich, Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann, Dipl. Ing. Dorothea Dietrich und Bautechniker Georg Kreul Foto: K.-H. Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Gundelsdorf —  Der katholische Kindergarten Gundelsdorf wird derzeit generalsaniert. Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann und Dritter Bürgermeister Markus Wich (die Stadt ist Besitzer und Bauherr für das Gebäude) informierten sich jetzt auf der Baustelle über den Fortgang der Arbeiten. Im Gespräch mit Diplom-Ingenieurin (FH) Dorothea Dietrich vom 3-D- Architekten-Ingenieurbüro Kronach und Bautechniker Georg Kreul von der Stadt Kronach stellten sie erfreut fest, dass die Bauarbeiten zeitlich im Plan liegen.

Dritter Bürgermeister Markus Wich erinnerte an die Bedenken, die es im Vorfeld gegeben habe, von drei Jahren Bauzeit sei die Rede gewesen. Eine so lange Ausquartierung der Kinder in den Pfarrsaal von Glosberg könne man den Kindern nicht zumuten, hieß es damals. Nun werde man, trotz überlasteter Handwerksbetriebe, die gesamte Generalsanierung bis Ende des Jahres abgeschlossen haben. "Und das sind nicht einmal eineinhalb Jahre", freut sich Markus Wich.

Wich sieht in dem Kindergarten ein "Herzstück" für die Stadtteile Knellendorf, Gundelsdorf und Glosberg im Haßlachtal. Mit der Generalsanierung sei der Bestand des Kindergartens auf viele Jahre hinaus gesichert.

"Und die Eltern können sehr froh sein, in diesem Stadtgebiet einen so schönen Kindergarten zu haben", betonte Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann, schließlich werde er auch von Eltern außerhalb des Stadtgebietes gerne angenommen, weil er ein vielseitiges Angebot biete.

Videoüberwachter Eingang

Georg Kreul informierte, dass das Gebäude unter Denkmalschutz stehe und daher natürlich auch spezielle Auflagen zu berücksichtigen seien. Dies sei bisher hervorragend gelungen. Neu wird eine Pellets-Heizung installiert und eine Video-Überwachung an der Eingangstür angebracht. Dies werde eine große Erleichterung für das Personal, freuten sich Birgit Eisentraudt (Kindergartenleitung) und Elisabeth Reinhardt (Krippenerzieherin), die an der Baustellenbegehung teilnahmen. Insgesamt werden sechs Kilometer Elektrokabel im Gebäude verlegt.

Angela Hofmann und Markus Wich ließen die Vorgeschichte nochmals Revue passieren. Im Juli 2015 beschloss der Stadtrat Kronach die Durchführung einer Generalsanierung. Der Kindergartenträger, die Katholische Kirchenstiftung Mariä Geburt Glosberg, fasste im Juli 2016 den Beschluss, dass im Kindergarten Gundelsdorf keine weitere Krippengruppe eingerichtet werden soll, sondern weiterhin eine Regel- und eine Krippengruppe bestehen bleiben. Es wurde ein Antrag an die Regierung von Oberfranken auf Förderung der Generalsanierung im Rahmen des Finanzausgleichs gestellt.

Im Januar dieses Jahres erfolgte der Baubeginn. Die Kindergartenkinder werden während der Bauphase im Pfarrheim Glosberg betreut. Das denkmalgeschützte städtische Gebäude befindet sich direkt an der Bundesstraße 85 am südlichen Ortsrand von Gundelsdorf. Das Gebäude wurde um 1905 als Fabrikantenvilla als zweigeschossiger Satteldachbau mit kurzem Seitenflügel und rückwärtiger Glasveranda erbaut. Vor circa fünf Jahren wurde die Fassade mit einem Neuanstrich versehen. Die vorhandenen Holzfenster sind weitgehend noch bauzeitlich und sollen gemäß Vorgabe des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erhalten und ertüchtigt werden.

Bei der Sanierungsmaßnahme sind unter anderem geplant: die Dämmung der obersten Geschossdecken und der Kellerdecke, Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im Bereich der Gruppen- und Gemeinschaftsräume im Ober- und Erdgeschoss, Ertüchtigung der denkmalgeschützten Fensterelemente beziehungsweise Austausch nicht historischer Fenster. Ferner werden sämtliche haustechnischen Gewerke mit den sanitären Anlagen erneuert. Außerdem werden Bodenbeläge und Deckenbekleidungen und die Ausstattung im Bereich Küche, Essen und Wickeltischanlagen erneuert.

Den Spieleweg erweitern

Bei der anschließenden Begehung der Außenanlagen kam seitens der Kindergartenleitung die Anregung, den vorhandenen Spieleweg zu erweitern, was die beiden Bürgermeistervertreter für sinnvoll erachteten. Die veranschlagten Gesamtkosten belaufen sich auf circa 1,4 Millionen Euro, wofür laut Stadtkämmerer Wolfgang Günther rund 840 000 Euro an Zuschuss erwartet werden. Der Abschluss der Generalsanierung ist für Ende des Jahres vorgesehen und kann laut Georg Kreul wohl auch eingehalten werden.

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