Litzendorf

Kindergarten in Not

Die Kinderbetreuung in Litzendorf stößt zahlenmäßig an ihre Grenzen. Nun muss auf die Schnelle ein Provisorium her.
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Werner Höchstetter In der jüngsten Sitzung des Litzendorfer Gemeinderates standen die Nöte der Kindertagesstätten im Mittelpunkt. Aber Not macht ja bekanntermaßen auch erfinderisch. Da die gemeindliche Kinderbetreuung mit 31 Neuanmeldungen an ihre Grenzen stößt, muss auf die Schnelle ein Provisorium gezimmert werden, bis eine dauerhafte Lösung gefunden wird.

Zunächst sollen im Pödeldorfer Schulhaus durch entsprechende bauliche Veränderungen zwei Kindergartengruppen untergebracht werden mit der Option auf einen weiteren Ausbau, da wegen des Zuzugs in den Neubaugebieten reicher Kindersegen zu erwarten ist.

Fördermittel abschöpfen

Erster Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) empfahl, gleich "etwas Gescheites" zu machen, damit in der Zukunft "alle Optionen offen bleiben". Dabei sei Eile geboten, wolle man noch in die entsprechenden Förderprogramme aufgenommen werden.

Clemens Keller vom Architekturbüro Schlosser & Keller war deshalb schon mal vorab mit einem Planungsentwurf beauftragt worden und stellte diesen den Räten nun vor. Erstrebenswert wäre für Möhrlein ein "taktisches Vorgehen", also ein Sofortumbau der Volksschule mit der Option einer späteren Erweiterung als "kleines Kulturzentrum". Dieses würde alle Interessen berücksichtigen, angefangen bei der Kinderbetreuung mit Spielplatz, Feuerwehr und Schule bis zu einem Platz für musische Aktivitäten. Ein solcher "Kulturraum" sei zukunftsorientiert und habe gute Chancen auf Fördermittel, vorausgesetzt, Antragsfristen würden eingehalten. Für die allermeisten Gemeinderäte eine einleuchtende Argumentation, weshalb grünes Licht für den kindergartengerechten Umbau des Schulhauses zunächst für zwei "Notgruppen" gegeben wurde mit der Aussicht auf mehr.

Des Weiteren wurde der Weg frei gemacht für die Eröffnung eines "Budni-Drogeriemarktes" in den Räumen des früheren Edeka-Marktes, weshalb der Bebauungsplan passend abgeändert wird.

Heikles Thema

Ein heikles Thema war die "Belegung von gemeindlichen Liegenschaften durch politische Parteien". Um eventuellen Begehrlichkeiten - vor allem von extremistischen Parteien - vorzubeugen, wurde beschlossen, Turnhalle, Rathaus, Bücherei usw. von einer Vereinnahmung durch politische Parteien freizuhalten. Fraktionssitzungen usw. sind davon natürlich nicht betroffen.

Zu guter Letzt noch eine gute Nachricht aus dem Gemeinderat: Die Pumptrack-Anlage neben dem Sportgelände des ASV Naisa ist fertig und wartet darauf, vom fahrenden Volk in Besitz genommen zu werden.

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