Heroldsbach

Kinder sind im Märchenland

Kinder und Jugendliche des Sportvereins Buckenhofen gaben in der Hirtenbachhalle in Heroldsbach beeindruckende Vorstellungen. Statt auf dem Spielfeld standen sie auf der Bühne.
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Die Zwerge sind im Anmarsch
Die Zwerge sind im Anmarsch
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Für 85 Kinder und Jugendliche des SV Buckenhofen ging es nicht um Tore, Punkte, gewinnen oder verlieren. Sie standen stattdessen gemeinsam für die beiden großen Zirkusvorstellungen des "Ki-Zi-Bu" (Kinder- und Jugendzirkus Buckenhofen) auf der Bühne in der Heroldsbacher Hirtenbachhalle. Unter dem Motto "Es war einmal im Märchenland" interpretierten sie viele bekannte Märchen. "Hänsel und Gretel" führten schauspielerisch durch die 90 Minuten und am Ende akrobatisch wieder heraus.

Das ganze Programm wurde ehrenamtlich gestemmt. Viele der Nummern wurden von den jugendlichen Teilnehmern zum großen Teil selbst entwickelt, choreografiert und inszeniert. Die nötigen Schauspieltexte wurden selbst verfasst.

Mit Boomwhackern (Musikinstrumenten aus Kunststoffröhren) als Bergarbeiter "schuftete" sich eine Bewegungskünstegruppe als Sieben Zwerge über die Kästen und entdeckte Schneewittchen, die zuvor von ihrer bösen Stiefmutter verjagt worden war.

Die zweite Bewegungskünstegruppe kämpfte gleich mit drei Prinzen gegen die Dornenhecke, um Dornröschen zu retten. Als nach dem 100-jährigen Schlaf alle wieder erwachten, drehte und bewegte sich wieder alles im Schloss - also auf der Bühne - und die "Ki-Zi-Bu"-ler zeigten akrobatische "Waschmaschinen".

"Rapunzel" ließ ihr Haar vom Vertikaltuch aus herunter und "Frau Holle" und "Goldmarie" schüttelten die Kissen oben am Trapez aus, während "Pechmarie" zwar elegant, aber doch nur faul am Trapez saß und hing.

Der böse "Wolf" schlich mit turnerischer Sicherheit hinter Rotkäppchen her, während diese im Wald Blumen für die Großmutter pflückte. "Der gestiefelte Kater" dagegen sprang vor Freude am Trampolin und balancierte über den Dachfirst des Königsschlosses (Schwebebalken). Beim "Froschkönig" fiel die goldene Kugel zwar in den Brunnen. Danach wurde aber nicht nur mit einer jongliert. Und drei Brüder mussten im Märchen "Tischlein deck dich" ihre Abenteuer auf dem Einrad überstehen. Die "Bremer Stadtmusikanten" vergnügten sich in ihrem Räuberhaus, bis sie vor den große Pyramiden bauenden Stadtmusikanten erschraken und davonliefen. Schon lange vor dem großen Finale wurde den Zuschauern klar, dass hier alle einen Sieg davongetragen hatten. Denn jeder - auch die Ton- und Lichttechnik sowie das Bühnenumbauteam - hatte sein Bestes gegeben und hat zu zwei gelungenen Vorstellungen beigetragen. Die Aufführungen wurden von über 800 Zuschauern besucht.

"Die Jugendarbeit in unseren Jugendzirkusgruppen trägt wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei", erklärt die "Ki-Zi-Bu"-Leiterin Marion Knauer. Das Thema Märchenland wurde zuvor noch nie in dieser zirzensisch-schauspielerischen Interpretation auf die Bühne gebracht. red

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