Untersteinach

Kinder lernen Umgang mit digitalen Medien

Digitale Medien sind auch aus Alltag von Kindern nicht mehr wegzudenken. Die Kleinen erleben Smartphones und Tablets in der Familie und in der Öffentlichkeit. Beim Eintritt in eine Kita verfügen viele...
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Maxi kennt sich mit den Funktionen eines Tablets schon erstaunlich gut aus. Foto: privat
Maxi kennt sich mit den Funktionen eines Tablets schon erstaunlich gut aus. Foto: privat

Digitale Medien sind auch aus Alltag von Kindern nicht mehr wegzudenken. Die Kleinen erleben Smartphones und Tablets in der Familie und in der Öffentlichkeit. Beim Eintritt in eine Kita verfügen viele Jungen und Mädchen bereits über Erfahrungen mit digitalen Medien.

Die Kindertagesstätte Untersteinach beteiligt sich seit Herbst am Modellversuch "Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken", der vom bayerischen Familienministerium ins Leben gerufen wurde. Sie ist damit eine von 100 ausgewählten Kitas im Freistaat.

Diese "Modellkitas" wurden mit der nötigen Technik ausgestattet. Zu Beginn durften sich die Einrichtungen über Tablets, Beamer, Drucker, Leinwand, Stativ, Mikrofon und Lautsprecher freuen. Zudem werden die Teams in den Einrichtungen von erfahrenen und besonders geschulten Mediencoaches begleitet. In der Praxis können die Kinder über verschiedene Apps sichere und kreative Möglichkeiten im Umgang mit dem Tablet lernen.

Während der "Farbenwochen" waren die Kinder beispielsweise mit den Tablets in der Einrichtung unterwegs und fotografierten passende Gegenstände. Anschließend erstellten sie davon eine Collage. Viel Spaß hatten die Kleinen auch mit einer MalApp. Sogar Video-Produktionen standen auf dem Plan. Für eine Elternveranstaltung filmten und schnitten die Jungen und Mädchen zum Beispiel ein "Weihnachts-Dings-Da".

In der Einrichtung werden die Tablets auch für die schnelle Dokumentation von "Lerngeschichten" genutzt.

"Wichtig ist uns, den Kindern zu zeigen, welche kreativen Möglichkeiten sie haben, und dass man ein Tablet nicht aufs Spielen reduzieren muss," so Kita-Leiterin Sylvia Bayer. Ein Ziel sei auch, dass Kinder erkennen, "dass nicht alles wahr ist, was das Internet zeigt". Das wird einer der nächsten Schritte in Untersteinach sein.

"Wir sind gespannt auf das, was noch kommt und freuen uns auf viele Aha-Momente in der digitalen Welt", so Bayer weiter.

Der bayernweite Modellversuch endet im Dezember kommenden Jahres. red

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