Kulmbach

Kinder lassen Schuljahr ausklingen

Die Städtische Musikschule hatte zum Abschlusskonzert eingeladen.
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Lilly Hourle und Lennard Fischer spielten einen Latin-Song von Daniel Hellbach. Fotos: Uschi Prawitz
Lilly Hourle und Lennard Fischer spielten einen Latin-Song von Daniel Hellbach. Fotos: Uschi Prawitz
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Den alten Meistern würde es gefallen, mit welcher Freude und welchem Können ihre Kompositionen von der heutigen Jugend gespielt werden. Aber auch moderne Komponisten sind bei den Schülerinnen und Schülern der Kulmbacher Musikschule angesagt. Beim Jahresabschlusskonzert am Sonntagvormittag im Saal der Musikschule wurden Popsongs ebenso gespielt wie jazzige Rhythmen oder lateinamerikanische Impressionen. Musikschulleiter Harald Streit freute sich über die zahlreichen Besucher.

Das Vororchester unter der Leitung von Hermann Weiß machte mit dem Stück "Transformers" von Alexander Pfluger den Auftakt, im Anschluss übernahmen Mia Erlmann und Klara Hanusová an der Querflöte. Die beiden 11-jährigen Schülerinnen ließen sich von Susanne Trottmann am Klavier begleiten und überzeugten mit ihrem Spiel. "Wir haben vor drei Jahren zusammen mit der Querflöte angefangen", erzählte Klara, denn sie und Mia sind beste Freundinnen. "Ich habe vorher Blockflöte gespielt und dachte, Querflöte sei eine schöne Idee", ergänzte Mia. Die beiden üben auch zusammen und versuchen, jeden Tag dafür Zeit zu finden - das hört man auch an ihrer Darbietung.

"Musik ist sein Leben"

Ebenfalls musikbegeistert ist der 10-jährige Kai Ramming. Er spielt Schlagzeug im 5. Jahr, zeigte sein Können am Sonntag jedoch auf dem Violoncello. Zusammen mit seiner Mutter Crystal am Klavier spielte er ein sehr gefühlvolles "Hallelujah" von Leonard Cohen. "Ich spiele jetzt seit zwei Jahren Cello, denn ich wollte gerne noch ein zweites Instrument lernen", erzählte er. "Musik ist sein Leben", sagte seine Mutter.

Dass die Musik auch im Leben der restlichen Akteurinnen und Akteure der Musikschule einen großen Raum einnimmt, zeigten sie eindrucksvoll in ihrem Spiel. Ob Maximilian Friedrich und Simon Schmidt mit Jazz-Rhythmen an der Posaune, Elisabeth Schindele oder Alrun Berthold an der Violine oder das Streicherensemble unter der Leitung von Ulrike Maria Gossel. "Ich habe diese gute Stunde des Zuhörens als sehr entspannend empfunden", sagte Bürgermeister Frank Wilzok am Ende des Konzerts. "Eure Leistung war grandios, und wir wissen, dass jeder Euro, der in die Musikschule investiert wird, gut angelegtes Geld ist."

Am Klavier begeisterten Anna Whetzal mit Joseph Haydn, Anna Lisa Fetahi mit Beethovens Mondscheinsonate und Laura Meile mit ihrem eleganten Spiel. Isabella Merkel spielte Händel auf der Trompete, während Sophia Neubrand und Maximilian Friedrich den Popsong "Go West" an der Posaune interpretierten.

Lilly Hourle (Violoncello) und Lennard Fischer (Klavier) entführten das Publikum nach Lateinamerika mit einem Stück von Daniel Hellbach, und das Violinen-Ensemble unter der Leitung von Albert Hubert und mit Begleitung durch Thomas Schimmel am Klavier beschloss die gelungene sonntägliche Konzertmatinee.

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