Vestenbergsgreuth
Marktgemeinderat

Kinder kommen für zwei Jahre in Containern unter

"Die Nachfrage erfordert, dass wir schnell reagieren", betonte Bürgermeister Helmut Lottes in der Sitzung des Marktgemeinderats. Tatsächlich hat Vestenbergsgreuth auf die gestiegenen Kinderzahlen und ...
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"Die Nachfrage erfordert, dass wir schnell reagieren", betonte Bürgermeister Helmut Lottes in der Sitzung des Marktgemeinderats. Tatsächlich hat Vestenbergsgreuth auf die gestiegenen Kinderzahlen und den damit einhergehenden Bedarf an Betreuungsplätzen umgehend reagiert. Den Bestand eingeschlossen, gelte es, einhundert Kinder im Krippen- und Kindergartenalter unterzubringen, erklärte Lottes. Wie in den umliegenden Gemeinden habe sich auch in Vestenbergsgreuth durch den Zuzug junger Familien der Bedarf an Kita-Plätzen erhöht.

Lösung für zwei Jahre

Um der Anforderung gerecht zu werden, entschied sich das Ratsgremium für eine rasche Zwischenlösung mit Containern. In der Sitzung am Montag stellte der Herzogenauracher Architekt Erich Popp bereits die Planung für die "Container-Lösung" vor. 123 843 Euro beträgt die Mietsumme für die Container, mit der die Firma Containi aus Weisendorf als günstigster Anbieter beauftragt wurde. Der spätere Abbau der Container sei in der Summe bereits enthalten, erklärte der Architekt.

Hinzu kommen allerdings noch 127 804 Euro für die vorbereitenden Maßnahmen, um die Container auf ein Fundament zu stellen, mit Wasser, Abwasser und Strom zu versorgen.

Auf dem freien Grundstück westlich der Kita sollen die Container parallel zur Dutendorfer Straße ihren Platz finden. Ein fester Erweiterungsbau sei dort allerdings nicht möglich, da ein genügend großer Abstand zur Kreisstraße eingehalten werden müsse. Für 24 Monate, also für zwei Jahre soll diese Lösung vertraglich fixiert werden. Für einen längeren Zeitraum wären nach der Energiesparverordnung andere Container mit stärkerer Dämmung notwendig gewesen, erklärte der Architekt.

Mit dieser Entscheidung haben die Gemeindeväter jetzt zwei Jahre Zeit, um zu überlegen, wie und wo eine dauerhafte Kita-Erweiterung möglich ist. Noch muss das Landratsamt der Container-Planung zustimmen. Davon geht man im Ratsgremium jedoch aus. Das Konzept sei bereits mit der Aufsichtsbehörde und der Baugenehmigungsbehörde abgestimmt, berichtete der Architekt.

Anschluss an Kindergarten

Mit 32 Metern Länge und einer Breite von 8,5 Meter hat die an der Dutendorfer Straße geplante Erweiterung stattliche Ausmaße. Über einen Verbindungsgang werden die Container an den bestehenden Kindergarten angeschlossen. Der nördliche Bereich wird der Kinderkrippe zur Verfügung stehen. Einen 42 Quadratmeter großen Gruppenraum, geeignet für 15 Krippenkinder, sieht das Konzept vor. Angrenzend befinden sich ein Ruheraum zum Schlafen, sowie Wickel- und Sanitärraume mit kindgerechter Ausstattung.

Im südlichen Teil der Containeranlage sollen - mit eigenem Zugang von außen - Räume für die Auslagerung der Hortgruppe und ein größerer Raum für die Mittagsbetreuung eingerichtet werden.

Nachdem der vorhandene Fußweg überbaut wird, müsse parallel zur Straße eine neue Fußwegverbindung geschaffen werden. Da es sich um eine Hanglage handelt, werden für die Container Geländeabtragungen im Norden und Auffüllungen im Süden notwendig. Elektroheizung sei in Containern ohnehin vorgesehen. Die übrigen Anschlüsse können vom Bestand aus versorgt werden.

Unterstützung erhofft

Wie Bürgermeister Lottes auf Nachfrage mitteilte, gibt es für die Container-Erweiterung auch eine staatliche Förderung. Sie sei jedoch geringer als die für eine dauerhafte Lösung. Die Gemeinde hoffe jedoch auf eine großzügige finanzielle Unterstützung durch die Firma Martin Bauer, da Maba-Mitarbeiter aus umliegenden Gemeinden ihre Kinder zur Betreuung mit an ihren Arbeitsort bringen.

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