Igensdorf
Dormitz.inFranken.de  Die Kleinen aus dem Kindergarten trafen sich mit Kindern der Mittelschule

Kinder erleben das Indianerleben

Sich mit dem Leben der Indianer auseinandersetzen, heißt auch, sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Wie die Indianer leben, was sie essen, welche Tänze sie tanzen - damit haben sich die Kindergarte...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Kindergartenkinder lernen eine typische Indianerspeise kennen: Maisbrot.  Foto: Petra Malbrich
Die Kindergartenkinder lernen eine typische Indianerspeise kennen: Maisbrot. Foto: Petra Malbrich

Sich mit dem Leben der Indianer auseinandersetzen, heißt auch, sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Wie die Indianer leben, was sie essen, welche Tänze sie tanzen - damit haben sich die Kindergartenkinder aus Dormitz und die Mittelschüler in Gräfenberg in ihrem Projekt beschäftigt. Der gemeinsame Abschlusstag wurde von den Mittelschülern organisiert. So wurden in dem Indianerlager Stone Hill auch die Kleinen für einen Tag zu richtigen Indianern.

"Háu kola", übersetzt "Hallo Freund", begrüßt die Sonnenfrau mit dem Gruß der Lakota Indianer die Kindergartenkinder aus Dormitz, und die Gräfenberger Mittelschüler. "Leben wie Indianer" lautete das Projekt, mit dem sich die Klasse 8BM der Gräfenberger Mittelschule, aber auch die 56 Dormitzer Kindergartenkinder schon einige Wochen beschäftigt hatten.

Die Sonnenfrau ist keine andere als Mittelschulrektorin Petra Meyer, deren Mann Walter - Old Elk- erster Vorstand des Vereins "Leben wie Indianer e.V." ist. Echte Lakota Indianer waren schon in dem Gräfenberg Stone Hill und achten noch immer darauf, dass der Verein das Indianerwissen in wiedergibt.

Stone Hill besteht aus 18 000 Quadratmetern purer Natur, die von Walter und Petra Meyer sowie 35 Betreuern, zu dem jetzigen Indianerlager gestaltet wurden. Auf dem Waldboden sind zehn große Tipis, Medizinkreis, Gemeinschaftsräume oder ein Totempfahl aufgebaut. "Als Gast bekommt man im Indianerlager eine Geschichte zu hören", erklärt die Sonnenfrau die indianischen Regeln der Gastfreundschaft, bevor sie einen von den Schülern selbstgebastelten Traumfänger überreicht.

Indianergeschichten

Eine lustige Indianergeschichte las dann Domian Böhme vor. Diese Geschichten für die jungen Gäste gehörten zur Projektwoche der Mittelschüler, die schon die Nacht im Tipi verbracht hatten. In den sieben Projektwochen haben die Mittelschüler Indianergeschichten gelernt, getanzt und vor allem die Spiele und Aktionen für die Dormitzer Kindergartenkinder selbst ausgedacht, gebastelt und betreut.

Mehrere Kartons nebeneinandergestapelt mit je einem Schlitz im Deckel ergaben einen Fühl- Parcours. "Eine Feder", ruft ein dreijähriger Junge, der den ersten darin versteckten Gegenstand richtig ertastet hat. Ein wenig entfernt baumeln unterschiedlich große, aus Zweigen gebastelte Ringe, durch welche die Kinder Stöcke werfen dürfen.

An einer anderen Stelle in Stone Hill ist ein Stock in den Boden geschlagen. Kinder stehen in einer Reihe, um ihr Hufeisen über den Stock zu werfen. Ein kleines Mädchen hat ihn nur knapp verfehlt.

Im grünen mit Wasser gefüllten Bottich schwimmen ein paar Gummientchen. Die Angeln lehnen daneben. Auch diese haben die Mittelschüler gebastelt.

Nach der Begrüßung und einem Indianerlied zeigt Rektorin Petra Meyer, wie die Indianer räuchern. Den rauchenden Inhalt einer Schale verteilt sie mit der Feder. Vater Himmel und Mutter Erde werden um einen schönen Tag gebeten.

Der Totempfahl ist einer der nur acht in Europa vorhandenen Totempfählen und wurde mit einem Indianer aus einem kleinen Stamm von der Westküste Kanadas gebaut.

"Wisst ihr, was Indianer essen?", fragt Meyer. "Büffel, Puma", kommen die Antworten von den Kindergartenkindern. Aber auch Fisch, Maisbrot und Beeren. Einige dieser Speisen wurden den Kindern dann auf Platten serviert, bevor die Spiele starteten. pm

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren