Weisendorf

Kinder bringen den Segen Gottes

Im Gottesdienst am Feiertag "Heilige drei Könige" versammelten sich alle Kinder und Jugendlichen der Pfarrei St. Josef Weisendorf, um mit der Gemeinde Gottesdienst zu feiern und den Segen zur Aussendu...
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Pfarrer Johannes Saffer (hinten Mitte) sandte die Sternsinger aus. Foto: privat
Pfarrer Johannes Saffer (hinten Mitte) sandte die Sternsinger aus. Foto: privat

Im Gottesdienst am Feiertag "Heilige drei Könige" versammelten sich alle Kinder und Jugendlichen der Pfarrei St. Josef Weisendorf, um mit der Gemeinde Gottesdienst zu feiern und den Segen zur Aussendung in die Gemeinde zu erhalten. Die Sternsinger erinnern mit ihren Kronen und Gewändern an die Heiligen Drei Könige, die zum Jesuskind an die Krippe kamen. Heute kommen Kinder als Könige und bringen den Segen in alle Häuser und Wohnungen.

Nach Beginn des Gottesdienstes gab es ein kurzes Anspiel zum Einstieg: Zwei Kinder kamen am letzten Schultag und zeigten ihrer Mutter ihre Zeugnisse. Sie wurden ganz unterschiedlich bewertet und hinterher gerieten die Kinder in Streit.

In der Predigt kam Pfarrer Johannes Saffer auf die Szene zurück. Die Kinder wurden ungerecht behandelt und daran entzündete sich schließlich der Streit. Denn Miteinanderauskommen und Friedenhalten sei kein einfaches Unterfangen.

Der Pfarrer nannte als Beispiel die "goldene Regel" mit einem universalen Friedensgebot, die es in ähnlicher Form fast überall auf der Welt gebe: "Behandele andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest." Das Motto der Sternsingeraktion des Kindermissionswerkes lautet in diesem Jahr "Frieden! Im Libanon und weltweit". Frieden bewahren und miteinander im Frieden leben fordert gegenseitiges Verständnis und gegenseitig auf sich zu schauen - im Großen wie im Kleinen. Das Partnerland der Aktion stellten zwei Kinder vor Beginn des Gottesdienstes kurz vor - der Libanon gilt als eine Friedensoase im Nahen Osten, wo in den benachbarten Ländern oft Krieg und Terror herrsche. Dennoch seien auch im Libanon die Folgen des Bürgerkriegs noch heute zu sehen und zu spüren. Mit der Spendenaktion werden beispielsweise traumatisierte Kinder mit sozialen Hilfen unterstützt.

Der Pfarrer rief deshalb in seiner Predigt und am Ende des Gottesdienstes mehrmals dazu auf, dass die Sternsinger in den Häusern der Gemeinde gut aufgenommen werden und reichlich gespendet wird. Die Sternsinger tragen den Segen Gottes in die Häuser und die gesammelten Spenden werden ein Segen für die Notleidenden. Für die musikalische Umrahmung im Gottesdienst sorgte die Jugendband "Godsicians".

67 Kinder und Jugendliche waren in 16 Gruppen unterwegs, um möglichst vielen Häusern und Familien den Segen Gottes und den Frieden zu bringen - "Christus segne dieses Haus" schrieben sie an die Türen. Die Sternsinger freuten sich über viele Spenden für das Kindermissionswerk und waren natürlich auch für alle kleinen Spenden und Süßigkeiten an die Kinder selbst sehr dankbar.

Am Ende des Tages kamen alle Sternsinger zum Tagesabschluss in einer ruhigen Atmosphäre bei warmem Licht und leiser Musik vor der Krippe in der Kirche zusammen. Gemeinsam wurde der Tag reflektiert und die Sternsinger konnten von ihren Erlebnissen erzählen. Zum Abschluss bekam jeder Sternsinger eine Friedenstaube mit nach Hause zur Erinnerung, dass der Friede und Segen Gottes auch ihn in diesem Jahr begleiten soll. Im Anschluss gingen die Sternsinger in den Pfarrsaal und dort wurden schließlich die Spendengelder ausgezählt. In diesem Jahr kam die Summe von 10 444,60 Euro zusammen, und den Sternsingern wurde herzlich für ihren Einsatz gedankt.

Sandra Ebersberger

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