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Gädheim

Kiga-Anbau kommt jetzt teurer

Mehrkosten von rund 150 000 Euro entstehen, weil das Gebäude jetzt zum Spielplatz hin erweitert werden soll. So kann ein Bügerentscheid vermieden werden. Die Schulden der Gemeinde erhöhen sich auf über zwei Millionen Euro.
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Mitte Februar trafen sich die Gädheimer und Bürgermeister Peter Kraus (rechts) am Kindergarten, um Wege zu finden, wie der Bürgerentscheid vermieden werden könnte. Jetzt traf der Gemeinderat in Sachen Kindergarten den Entschluss, den Anbau zu verlagern. Foto: Archiv Christian Licha
Mitte Februar trafen sich die Gädheimer und Bürgermeister Peter Kraus (rechts) am Kindergarten, um Wege zu finden, wie der Bürgerentscheid vermieden werden könnte. Jetzt traf der Gemeinderat in Sachen Kindergarten den Entschluss, den Anbau zu verlagern. Foto: Archiv Christian Licha

Neuigkeiten in Sachen Kindergartenanbau gab es in der jüngsten Gemeinderatssitzung, an der auch wieder einige Bürger als Zuschauer teilnahmen. Nach längeren Gesprächen im Vorfeld war die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder der Meinung, dass die bisherige Variante (Überbau der Straße "Am Kindergarten") nicht mehr weiter verfolgt werden soll. Mit drei Gegenstimmen beschloss das Gremium, dass das Gebäude in Richtung des Spielplatzes erweitert werden soll.

Hier gibt es bereits erste umsetzbare Vorschläge, die in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Regierung von Unterfranken ausgearbeitet wurden. Die Mehrkosten für die Gemeinde werden bei ungefähr 150 000 Euro liegen, wobei das aktuell nur eine grobe Kostenschätzung ist, wie Bürgermeister Peter Kraus erläuterte.

Auch wenn der Anbau auf dem Gelände des Kindergartens nun deutlich teurer kommt als die ursprünglich geplanten 400 000 Euro, ist das nach Auffassung einiger Ratsmitglieder in Bezug auf den Dorffrieden vertretbar.

Bürgermeister Peter Kraus bestätigte, dass bereits zwei Tage nach der Sitzung das eingereichte Bürgerbegehren von den Verantwortlichen zurückgenommen wurde, da dieses keine Grundlage mehr habe.

1,4 Millionen Euro für den Bauhof

Beschlossen hat der Gemeinderat auch den Haushalt für das laufende Jahr mit einem Gesamtvolumen von etwas über fünf Millionen Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt rund 2,2 Millionen Euro und auf den Vermögenshaushalt gut 2,8 Millionen Euro. Ein Überschuss in Höhe von 210 000 Euro im Verwaltungshaushalt wird dem Vermögenshaushalt zugeführt.

Die größten Einnahmen sind der Gemeindeanteil der Einkommens- und Umsatzsteuer in Höhe von 818 000 Euro sowie Schlüsselzuweisungen über 512 000 Euro. Investiert werden 1,4 Millionen Euro in den Neubau des Bauhofes mit Feuerwehrgerätehaus, 220 000 Euro für die Kanalsanierung in Ottendorf, 180 000 Euro für die Kanalsanierung in Greßhausen sowie 180 000 Euro für die Verlegung des Maintalradweges. Außerdem werden 60 000 Euro für den neuen Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Gädheim-Ottendorf ausgegeben.

Den Rücklagen werden 122 000 Euro zugeführt, während sich die Gesamtkreditaufnahme auf 1,8 Millionen Euro beläuft.

Der Gesamtschuldenstand der Gemeinde erhöht sich somit von 512 000 Euro zum Jahresende 2019 auf voraussichtlich knapp 2,2 Millionen Euro zum Ende dieses Jahres. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt von 412 Euro auf 1752 Euro.

Für den Neubau des Bauhofes mit Feuerwehrgerätehaus haben die Gemeinderäte die ersten Gewerke vergeben (Rohbau, Pflaster- und Malerarbeiten) und auch den Jahresbedarf an Ausrüstungsgegenständen für die Feuerwehren Gädheim-Ottendorf und Greßhausen in Höhe von insgesamt 3000 Euro beschlossen.

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