Bamberg
Schul-Basketball

KHG und CG fahren als Landessieger zum Bundesfinale - DG scheitert als "Vize" knapp

Wiederum ein sehr erfolgreiches Basketball-Landesfinale für die Schulteams aus "Freak City": In der Landeshauptstadt München dominierten die Teams des Clavi...
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Die DG-Mannschaft, hier als nordbayerischer Meister, verpasste knapp das Berlin-Ticket (hinten v. l.): Anton Knorr, Mateo Arnoldo, Levin Günthner (12 Punkte), Louis Heinrich (20), Finn Radina (18), Coach Heinz Dobrzanski; (vorne v. l.): Johannes Eckert, Hannes Bergmann, Raphael Starklauf, Elvis Konstanz (2) und Valentin Lösche (12).
Die DG-Mannschaft, hier als nordbayerischer Meister, verpasste knapp das Berlin-Ticket (hinten v. l.): Anton Knorr, Mateo Arnoldo, Levin Günthner (12 Punkte), Louis Heinrich (20), Finn Radina (18), Coach Heinz Dobrzanski; (vorne v. l.): Johannes Eckert, Hannes Bergmann, Raphael Starklauf, Elvis Konstanz (2) und Valentin Lösche (12).
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Wiederum ein sehr erfolgreiches Basketball-Landesfinale für die Schulteams aus "Freak City": In der Landeshauptstadt München dominierten die Teams des Clavius-Gymnasiums (79:51 gegen Luitpold-Gymnasium Wasserburg/WK II Mädchen) und des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums (88:48 gegen das Nymphenburger Gymnasium München/WK II Jungen) und mussten nicht um ihre Fahrt zum Bundesfinale in Berlin (24. bis 28. April) zittern.
Die letzte Spielminute in der Begegnung des Dientzenhofer-Gymnasiums gegen das Nördlinger Theodor-Heuss-Gymnasiums (64:68) verhinderte einen historischen Bamberger Triple-Erfolg im Schulsport "Jugend trainiert für Olympia". Nichtsdestotrotz: Zweimal Landessieger und ein "Vize"-Titel unterstreichen die Klasse der Bamberger Mannschaften, die es in diesem Schuljahr auf eine beeindruckende 28:1-Siege-Bilanz brachten.


WK II Jungen

Im Vorjahr war es das KHG-Mädchen-Team, das in Berlin auf dem "Stockerl"-Platz landete. Da wollten die Jungen nicht nachstehen und möchten nach dem nie gefährdeten Landesfinal-Erfolg gegen das Nymphenburger-Gymnasium München als Team "Road to Berlin" (so nennt sich die junge Truppe selbst) in Berlin hoch hinaus. Die 40-Punkte-"Packung" gegen den oberbayerischen Finalgegner von 2016 war eine eindrucksvolle Revanche und auch in dieser Höhe hoch verdient. Ex-Bundesligaspieler Volkmar Zapf als Coach musste zwar in der Anfangs-Viertelstunde mit vielen unnötigen Fehlern und einem hohen Maß an Nervosität seines Teams leben, doch ein Lauf von 10:0 Punkten vor dem Seitenwechsel (39:28) war letztlich der erste entscheidende Schritt, denn eine gerechtfertigte Gardinen-Predigt sorgte dafür, dass die Bamberger nichts mehr anbrennen ließen und nun ihre mannschaftliche Geschlossenheit demonstrierten. Die Zahl der vielen Assists im Finale ist nur ein Indiz für die hohe Qualität, die das KHG-Team 2017/18 besitzt. Sollten die Landessieger in Berlin ihr Potenzial abrufen, ist mehr als nur Dabeisein bei der Endrunde der besten acht drin.


WK III Jungen

Den einzigen Basketball-Krimi in München schrieben die beiden Trainer Imre Szittya (Nördlingen) und Heinz Dobrzanski (DG) mit ihren Mannschaften. Das favorisierte "Dobro"-Team musste schon vor dem Jump einen Tiefschlag (Knorr/Starklauf erkrankt und Center Mateo Arnoldo verletzt) hinnehmen. Dieser "gebrauchte" Tag nahm seinen Lauf, als Center Louis Heinrich nach drei Minuten mit drei, teils fragwürdigen, Fouls stark gehandicapt war und bereits acht Minuten vor Schluss foulbedingt auf die Bank musste.
Mit dem Mut der Verzweiflung wollten die DGler die Berlin-Tickets ergattern, letztlich müssen sie sich aber auch an die eigene Nase - trotz der Widrigkeiten - fassen, denn sie ließen einfach zu viele Chancen liegen, darunter neun Würfe von der Freiwurflinie. Trotz des Heinrich-Aus war die Partie in der vorletzten Minute völlig offen (62:62). Zwei Nördlinger Dreier entschieden diesen Schlagabtausch. Vor zwei Jahren siegte das DG, heuer nahmen die Südbayern erfolgreich Revanche und besaßen das notwendige Quäntchen Glück, während dem DG-Coach die Alternativen von der Bank fehlten. Bis auf wenige Punkte sorgte nur das Quartett Radina/Lösche/Heinrich/Günther für Erfolgserlebnisse.


WK II Mädchen

Die Bamberger Mädchen kamen, sahen und siegten souverän mit 79:51. Damit setzten sie dem Gesamtergebnis unter ihrer Betreuerin Birgit Leykam ein weiteres Kapitel hinzu: Es ist schon beeindruckend, wenn man seit 2013 zum fünften Mal Landessieger wird und zum dritten Mal nach Berlin reist. Bereits zur Halbzeit (48:23) konnten sich die CG-Mädchen über das Bundesfinale freuen. Das Luitpold-Gymnasium Wasserburg hatte letztlich keine Siegchance, war in allen Belangen unterlegen. Die taktischen Anweisungen setzten die souveränen Siegerinnen, bei denen Jana Barth die Zügel im Spielaufbau fest in der Hand hatte, konsequent um. Magda Landwehr (43) und ihre Nationalmannschaftskollegin Julia Förner (18) waren unter dem Korb von den Wasserburgerinnen nicht zu stoppen.
Nach der Pause war "Schaulaufen" angesagt, wobei nun locker durchgewechselt werden konnte, so dass das Endergebnis für die Oberbayerinnen im Rahmen des Erträglichen blieb. Dass die dritte Berlin-Reise wieder mit einem Bundessieg endet und somit dem CG ein Hattrick gelingt, ist trotz der Dominanz auf bayerischer Ebene aber kein Selbstläufer.
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