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Neuhaus

"Kerwa zamspielen" und los geht's

In Neuhaus richtet der vor fünf Jahren gegründete Ortsverein die Kerwa aus. Die Organisatoren wollen neue Ideen und Traditionen verknüpfen. Und für ihren Festplatz haben sie noch einen Wunsch.
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Die Kerwasburschen und -mädchen läuten mit dem "Kerwa zamspielen" das Fest ein.  Foto: Yannick Hupfer
Die Kerwasburschen und -mädchen läuten mit dem "Kerwa zamspielen" das Fest ein. Foto: Yannick Hupfer

Neuhaus — Wenn an einem Freitagabend im September Blasmusik im ganzen Dorf zu hören ist, wenn die Kerwasburschen singend und trinkend durch die Straßen laufen, dann wissen die Neuhauser: Es ist wieder Kerwa.

Bereits seit einigen Jahren eröffnen die Burschen ihr Fest nämlich mit dem "Kerwa zamspielen". Eine Aktion, bei der die Kerwa mit dem ganzen Dorf eingeläutet wird. "Wir wollen die fränkische Kultur und das Brauchtum pflegen", sagt Ortsverein-Vorsitzender Julian Eibert.

Der Ortsverein wird heuer fünf Jahre alt - und deshalb hatten seine rund 130 Mitglieder genügend Anlass zum Feiern. Früher fand die Kirchweih in einer Gaststätte in Neuhaus statt. "Wir haben als Kerwasburschen gesagt: Wir wollen etwas Größeres", erklärt Eibert. Deshalb haben sie den Ortsverein vor fünf Jahren gegründet, der seitdem auch anderen Vereinen im Dorf aushilft und die komplette Kerwa organisiert. So haben sie auch verschiedenen Aktionen für das Dorf durchgeführt und unter anderem Dorfeingangsschilder aufgestellt.

Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) zeigte großen Respekt vor den jungen Erwachsenen, die schon vieles auf die Beine gestellt hätten.

Bereits seit Dienstag sind die 85 Helfer im Einsatz, um in Eigenregie Festzelt, Bar und Bühne aufzubauen. Ein Jahr im Voraus haben sie die Musik für das vergangene Wochenende gebucht: Nachtschicht und Gerchli. "Ein viertel bis halbes Jahr vorher geht es dann richtig los mit der Planung", sagt Vorsitzender Eibert. Der Start in die Kerwa war am Freitagabend geglückt, Bürgermeister Fischkal brauchte "drei gezielte Schläge", um das Fass anzustechen. "Das war ein richtig altes, traditionelles Fass", stellte er fest.

Und so passte es auch zum Charme der Kerwa: Traditionsbewusst, aber doch mit neuen Ideen. Natürlich wurde deshalb am Samstagabend auch der Kerwasbaum aufgestellt.

Der und das Festzelt stehen seit Jahren am Ortseingang auf einem Platz, der sonst ein Schotter-Parkplatz ist. Doch dort ist es schwer, Zigarettenstummel und ähnliches nach der Kirchweih wieder herauszubekommen, berichtet der Ortsverein. Sie seien sehr zufrieden mit dem Standort für ihr Zelt, aber ein gepflasterter Platz würde ihnen doch einige Arbeit erleichtern.

Mit der Gemeinde führt der Ortsverein bereits Gespräche. Und Bürgermeister Karsten Fischkal meint: "Das wird eines der nächsten Projekte werden, die wir angehen."

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