Höchstadt a. d. Aisch

Keine Punkte in Dauer-Unterzahl

Bis zu neun Spieler fehlten Trainer Martin Ekrt am vergangenen Wochenende in der Oberliga Süd. Dennoch hielten die Höchstadt Alligators in den beiden Partien gegen Spitzenteams gut mit. Nur belohnt wurde die Moral nicht.
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Dieses Duell in der Freitagspartie zwischen Markus Babinsky (Mitte) und zwei Peitingern ging an den Höchstadter, doch der EC hatte ergebnistechnisch mit 5:3 die Nase vorn.  Foto: Picturedreams
Dieses Duell in der Freitagspartie zwischen Markus Babinsky (Mitte) und zwei Peitingern ging an den Höchstadter, doch der EC hatte ergebnistechnisch mit 5:3 die Nase vorn. Foto: Picturedreams

Daniel Ruppert Sowohl am Freitag zu Hause gegen den Tabellenvierten Peiting als auch am Sonntag beim SC Riessersee (3.) ging der Höchstadter EC leer aus. Im Olympia-Eissport-Zentrum von Garmisch-Partenkirchen wurden den Panzerechsen gestern die letzten zehn Minuten zum Verhängnis. SC Riessersee - Höchstadter EC 4:1

Goalie Philipp Schnierstein musste zwei Mal eingreifen, um einen Rückstand zu verhindern. In der ersten Überzahlsituation nach Stockschlag eines SClers ging der HEC durch Michal Petrak prompt in Führung (4.). Als Höchstadt einen Mann weniger auf dem Eis hatte, parierte wiederum Schnierstein, im Zuge eines Konters hatte Petrak sogar die Gelegenheit zu erhöhen. Auch bei einem Penalty war auf die Nummer 89 der Gäste Verlass: Schnierstein wehrte den Versuch von Glemser so ab, dass der Puck nur auf dem statt im Gehäuse landete (16.).

Zu Beginn des zweiten Drittels holte sich Mikesz eine zehnminütige Disziplinarstrafe ab. Große Chancen waren fortan Mangelware. Als Markus Babinsky wegen Stockschlags und Max Otte wegen hohen Stocks kurz nacheinander auf die Bank geschickt wurden, fing sich Höchstadt im Drei-gegen-Fünf den Ausgleich von Quaas ein (33.). Das Tor verlieh den Hausherren neuen Schwung, die einzige gute Szene für die Mittelfranken im mittleren Abschnitt verzeichnete Petrak (39.)

Riessersee hat mehr Energie

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Im letzten Drittel ging es zunächst ungefährlich hin und her. Erst in den letzten 10 Minuten zog Riessersee - vermutlich aufgrund der größeren Energiereserven - davon. Ehliz (48.), Heiß (50.) und Müller (52.) entschieden die lange ausgeglichene Partie innerhalb kürzester Zeit. Auf dem Zahnfleisch gehend und mit weiteren Strafzeiten hatte Höchstadt keine Chance mehr, die Begegnung zu drehen. HEC: Tor: Schnierstein, Henseleit; Abwehr: Otte/Nedved, Stütz/Ribarik, Weidl/Babinsky; Angriff: Cejka/Vojcak/Mikesz, Aab/Petrak/Seibel, Grau, Kolesnikov Höchstadter EC - EC Peiting 3:5

Fünf Minuten hielt der HEC am Freitag gut mit, dann legte Peiting los wie die Feuerwehr, die vor einer Woche wegen des Austritts von Ammoniak zum Höchstader Eisstadion ausgerückt war und deren Einsatzkräfte dafür, ebenso wie die des THW, eingeladen waren. Die erste große Chance der Gäste vereitelten Ondrej Nedved und Philipp Schnierstein auf Kosten eines Penaltys, doch der Schütze des EC kam vor dem Gehäuse ins Straucheln und vergab den "Strafstoß". Innerhalb von 30 Sekunden stellte Peiting aber auf 0:2 (8.). Die Alligators steckten den Doppelschlag schnell weg, Kapitän Martin Vojcak verkürzte auf Vorarbeit von Max Otte und Michael Cejka (12.).

Die Oberbayern blieben auch im zweiten Viertel in nahezu jeder Aktion gefährlich. Die Panzerechsen hatten Mühe, den Puck in den eigenen Reihen zu halten. Dann jubelten die Fans der Hausherren zum zweiten Mal - allerdings nicht über den Ausgleich, sondern über den Sieg von Nedved im Boxkampf, den er mit drei Mal zwei Strafminuten bezahlte. Sein Kontrahent erwischte es mit zusätzlichen zehn Minuten aber deutlich schlimmer. Als ein weiterer Gästeakteur auf die Bank musste, erzielte Michal Petrak auf Zuspiel von Vojcak und Richard Stütz das 2:2 (30.). Markus Babinskys Versuch von der blauen Linie erwischte der EC-Goalie gerade so, gegen Vitalij Aab war er machtlos (38.). Noch vor Ablauf des zweiten Durchgangs egalisierte der EC wieder.

In den letzten 20 Minuten entstand ein offener Schlagabtausch. In Unterzahl gelang Schnierstein eine Glanzparade (49.). Als beide Teams mal wieder komplett waren, brachte Miller die Gäste abermals in Führung (55.). Eine Höchstadter Auszeit zeigte nicht die gewünschte Wirkung, so dass Trainer Martin Ekrt den Torwart zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis nahm. Das bestrafte Peiting eine Minute vor Schluss mit dem 3:5.

Auf der Pressekonferenz gratulierte Ekrt seinem Gegenüber aus Riessersee nachträglich zum Geburtstag. "Drei Punkte wollten wir euch aber nicht schenken", fügte der HEC-Coach hinzu. Angesichts der personell angespannten Situation war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. "Einen Punkt hätten wir aber mindestens verdient gehabt."

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