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Buttenheim

Keine Giftstoffe

Für die toten Fische im Deichselbach waren lediglich mechanische Störungen am Strömungsdurchfluss verantwortlich.
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Jetzt funktioniert der Durchgang wieder. Foto: p
Jetzt funktioniert der Durchgang wieder. Foto: p

Der FT berichtete in der Ausgabe vom 31. August über "Tote Fische im Deichselbach". Dies war von aufmerksamen Spaziergängern gemeldet worden, die darüber hinaus Fäkaliengeruch wahrgenommen hatten. Im Nachhinein konnte nun vom Abwasserzweckverband Buttenheim-Altendorf Entwarnung gegeben werden. Es wurden keine giftigen Stoffe in den Deichselbach eingeleitet.

Ursächlich für die Verschmutzung im Deichselbach waren ein quer liegendes Kantholz von 60 Zentimetern Länge vor der Drossel und der sich im Anschluss sammelnde Unrat, der zu einer sogenannten Verzopfung führte. Der Durchgang der Drossel von 20 Zentimetern wurde dadurch komplett verlegt. Das aufgestaute Abwasser floss letztendlich in den Deichselbach. Dies war auch der Grund für den Überlauf des Pumpwerks Buttenheim-West und daher auch keine technische Störung, wie jetzt klargestellt wurde.

Die Betriebsstörung wurde durch die Fernüberwachung entdeckt und es wurden sofort alle notwendigen Schritte zur Schadensbehebung eingeleitet. Die im trockenen Bachbett des Deichselbachs befindlichen Abwässer wurden durch eine Fachfirma umgehend abgepumpt und entsorgt.

Zu solchen "Verzopfungen" kommt es leider immer wieder, da noch immer auch Feuchttücher in der Toilette entsorgt werden. Bei normalem Toilettenpapier entstehen keine Probleme: Dieses besteht aus Zellulose und löst sich in der weiteren Abwasserreinigung so stark auf, dass es für die Pumpen, die das Wasser im Klärwerk weiterleiten, keine große Rolle spielt. Feuchttücher dagegen bestehen nicht aus Papier, sondern aus reißfestem Vlies, also aus Textilfasern. Diese Materialien sind so beschaffen, dass sie sich nicht auflösen. Sie bilden aufgrund ihrer Struktur lange Zöpfe, an denen wiederum Haare hängen bleiben.

Müll, wo er nicht sein darf

Kompakte "Verzopfungen" sorgen dafür, dass Pumpen und Schieber blockieren. Neben den Feuchttüchern kommt noch zusätzlich jede Menge Müll in der Kläranlage an, so zum Beispiel Wattestäbchen und -pads, Tampons und Binden, Kondome und Windeln, Katzenstreu und Kunststoffe - alle diese festen Stoffe und Gegenstände gehören in die Abfalltonne.

Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) appellierte auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Abwasserzweckverbands Buttenheim-Altendorf dringend, keinen wie immer gearteten Unrat über die Toilette zu entsorgen. Dafür steht jedem Haushalt eine Restmüll-Tonne zur Verfügung.

Im konkreten Fall seien erhebliche Kosten für den Zweckverband entstanden, ganz zu schweigen von den erhöhten Aufwendungen für diese Art von "Müllentsorgung".

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