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Kein Schnee und trotzdem Vögel füttern?

Auch wenn die Temperaturen bis zum Jahresende nicht mehr wirklich winterlich werden sollen, können Naturfreunde die heimischen Vögel im Garten füttern. Der LBV gibt viele hilfreiche Tipps, wie die gef...
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Eine Blaumeise an einem Futterknödel  Foto: Federico Gambarini/dpa
Eine Blaumeise an einem Futterknödel Foto: Federico Gambarini/dpa

Auch wenn die Temperaturen bis zum Jahresende nicht mehr wirklich winterlich werden sollen, können Naturfreunde die heimischen Vögel im Garten füttern. Der LBV gibt viele hilfreiche Tipps, wie die gefiederten Gartenbesucher verantwortungsvoll unterstützt werden können. Wer jetzt füttert, holt sich während der grauen Jahreszeit mit Rotkehlchen, Grünfink oder Blaumeise etwas Farbe und Leben in den Garten oder an den Balkon. "Natürlich löst die Vogelfütterung keine großen Naturschutzprobleme, aber sie hilft einigen häufigen Arten. Und wer richtig füttert, schadet den Vögeln nicht, sondern hat auch noch Spaß, das bunte Treiben am Futterhaus vor dem Fenster zu beobachten", so LBV-Biologin Annika Lange.

Eine Vogelfütterung ersetzt jedoch keinen naturnahen Garten mit vielfältigen, heimischen Pflanzen zur Unterstützung der Vögel im städtischen Bereich. Die Früchte des heimischen Weißdorns zum Beispiel schmecken über 30 Vogelarten, die des Schwarzen Holunders fressen sogar über 60 Vogelarten. "Doch trotz regelmäßiger Fütterung verlieren Vögel nicht die Fähigkeit, natürlich vorkommende Nahrung zu finden", betont die Biologin.

Die Hygiene am Futterplatz ist gerade bei milderen Temperaturen wichtiger denn je. "In klassischen Futterhäuschen, in denen die Vögel beim Fressen sitzen, kann das Futter leicht verschmutzen. Daher sollten diese unbedingt täglich gereinigt oder noch besser durch Futtersilos ersetzt werden", sagt Lange. Darüber hinaus ist zu beachten, dass ein Dach das Eindringen von Nässe ins Futterhaus verhindert, da sich ansonsten auch Krankheitserreger ausbreiten können. Außerdem sollten Katzen in unmittelbarer Nähe keine Versteckmöglichkeiten finden.

"Mit mehreren Futterspendern, die mit Weichfutter, einer Körnermischung und Fettfutter gefüllt sind, wird die Futterstelle für sehr viele Wintervögel interessant", so das Fazit von Lange. "Keinesfalls dürfen jedoch altes Brot oder Essenreste verfüttert werden, da Salz und Gewürze für die meisten Vögel unverträglich sind und ihnen schaden." Auch eine Vogeltränke sollte an keiner Futterstelle fehlen, da gerade Körnerfresser täglich Wasser zum Trinken benötigen. red

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