Stadtsteinach
Verkehr

Kein rotes Licht für Ampel in Stadtsteinach

Beherzt presst Ehrenbürger Klaus Peter Söllner seinen Daumen auf das Kästchen am neuen Masten in der Kronacher Straße in Stadtsteinach. Ihm gebührt das Privileg, die neue Druckknopf-Fußgängerampel übe...
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Freitag wurde die Fußgängerampel über die B 303 in Stadtsteinach zuerst von Ehrenbürger Klaus Peter Söllner genutzt.  Foto: Klaus Klaschka
Am Freitag wurde die Fußgängerampel über die B 303 in Stadtsteinach zuerst von Ehrenbürger Klaus Peter Söllner genutzt. Foto: Klaus Klaschka

Beherzt presst Ehrenbürger Klaus Peter Söllner seinen Daumen auf das Kästchen am neuen Masten in der Kronacher Straße in Stadtsteinach. Ihm gebührt das Privileg, die neue Druckknopf-Fußgängerampel über die B 303 als Erster in Betrieb zu nehmen und die Bundesstraße gefahrlos zu Fuß zu überqueren. Ihm folgt Siegfried Beck vom Staatlichen Bauamt in Bayreuth und Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD).

Viel und lange wurde darüber diskutiert, wie man das Überqueren der B 303 im Bereich Parkplatz, Arztpraxis und Metzgerei "Schüßler" hinüber zur Bäckerei und zur Apotheke sicherer machen kann. Nicht nur für Bürger, sondern auch insbesondere für Schüler auf deren Weg von der Schule, sozusagen in der Ost-Stadt, nach Hause in die West-Stadt.

Kein Tempo-30-Limit

Ein generelles Tempo-30-Limit stand zur Diskussion. Doch das war schwierig beim Staatlichen Bauamt als Hausherr der Bundesstraße durchzusetzen. Ebenso wurde überlegt, einen Zebrastreifen auf die Fahrbahn zu malen - mit der Gefahr, dass sich damit Fußgänger ungeachtet des fahrenden Verkehrs zum Überqueren im Vorrecht wähnen würden. Einen Ortstermin gab es schließlich im Februar 2017 zusammen mit Verkehrsbehörde (Landratsamt), Stadtrat, Polizei und Bürgern. Dem folgte eine Verkehrszählung im April vergangenen Jahres.

Daraufhin wurde der Bedarf für eine Ampelanlage an diesem Ort offiziell festgestellt. Bei einem weiteren Ortstermin im September 2017 wurden dann die möglichen Umsetzungen des Vorhabens erkundet und schließlich der jetzige Standort festgelegt, an dem man auch eine notwendige "Aufstellfläche" für wartende Fußgänger auffinden konnte. Ein weiteres Jahr verging, bis das Vorhaben nun endlich umgesetzt werden konnte. Nicht zuletzt war es schwierig, überhaupt eine geeignete Firma zu finden, die zudem noch einen Termin in ihren Auftragsbüchern frei machen konnte, damit Abteilungsleiter Siegfried Beck im Staatlichen Bauamt Bayreuth verkünden konnte: "Nach den Herbstferien wird eine funktionsfähige Anlage stehen." Diese steht nun und funktioniert seit Freitag. Die Gesamtkosten von 65 000 Euro trägt das Staatliche Bauamt.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren