Etzelskirchen
bauvoranfrage

Kein idyllisches Haus im Wald

Ein Holzhaus mitten im Wald? Hört sich idyllisch an. Für den Höchstadter Bauausschuss ist eine entsprechende Bauvoranfrage jedoch "nicht genehmigungsfähig". Es geht um ein Grundstück im Tiefen Stein i...
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Ein Holzhaus mitten im Wald? Hört sich idyllisch an. Für den Höchstadter Bauausschuss ist eine entsprechende Bauvoranfrage jedoch "nicht genehmigungsfähig".

Es geht um ein Grundstück im Tiefen Stein in Etzelskirchen. Dort hat sich ein Steinmetz eingerichtet, der an selber Stelle nun gerne ein Haus als Wohn- und Arbeitsstätte bauen möchte.

Andreas Hänjes (SPD) nahm das Ansinnen positiv auf: "Dort ist ja schon ein Altbestand. Es wäre doch grundsätzlich schön, wenn der das ganze Grundstück ein bisschen herrichtet."

Komplett konträr reagierte sein Parteikollege Günter Schulz: "Das ist mitten im Wald! Das können wir nicht genehmigen!"

Bürgermeister Gerald Brehm (JL) erklärte, als Einzelmaßnahme sei ein Wohnhaus im Außenbereich grundsätzlich unzulässig. "Wir können ihm aber eine Genehmigung in Aussicht stellen, wenn wir das angrenzende Wohngebiet ausgewiesen haben."

Vielleicht in der Zukunft

Derzeit befindet sich ein Bebauungsplan in Aufstellung, der die Erschließung dort sichern würde, weshalb man das Grundstück einbeziehen könnte. Je nach Lärmemissionen wäre das dann möglich, das geplante Wohngebiet auszuweiten oder ein Mischgebiet auszuweisen. "Aber auch dann wäre noch das Verfahren mit Einbezug der Öffentlichkeit abzuwarten", so Brehm.

Georg Schockel (CSU) findet, dass ein Steinmetzbetrieb "gut da reinpassen" würde. Schließlich habe er kaum andere Möglichkeiten im Innenbereich. "Das macht ja Krach."

Derzeit ist es dem Ausschuss jedoch nicht möglich, dem Vorhaben zuzustimmen, da das Grundstück nicht im Bereich eines Bebauungsplanes liegt.

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