Forchheim

Kein Gewinner im Spitzenspiel

Die Frauen des HC Forchheim haben sich von Nabburg/Schwarzenfeld unentschieden getrennt und bleiben dem Tabellenführer der Bezirksoberliga auf den Fersen. Den Männern gelang gegen denselben Gegner ein Sieg in letzter Sekunde.
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Christoph Mach vom HC Forchheim (li.) erzielte gegen Nabburg zehn Tore, darunter sechs per Siebenmeter. Seinen letzten, entscheidenden Treffer steuerte er wenige Sekunden vor Schluss bei.  Foto: Picturedreams/Archiv
Christoph Mach vom HC Forchheim (li.) erzielte gegen Nabburg zehn Tore, darunter sechs per Siebenmeter. Seinen letzten, entscheidenden Treffer steuerte er wenige Sekunden vor Schluss bei. Foto: Picturedreams/Archiv

Der Siegtreffer fiel mit der Schlusssirene: Trotz zwischenzeitlicher Fünf-Tore-Führung haben die Männer des HC Forchheim nur knapp beim Tabellenvorletzten der Bezirksoberliga Ostbayern gewonnen. Unter dem Strich stehen aber zwei weitere Punkte für den Klassenerhalt. An selber Stelle bekamen es die Frauen mit dem Primus der BOL zu tun. Durch das Remis verpasste der HC zwar den Sprung auf den Thron, hat aber nach wie vor nur einen Zähler Rückstand. Zudem patzte Verfolger SG Regensburg, wodurch der Vorsprung auf Rang 3 schon vier Punkte beträgt. Beide Forchheimer Teams wurden von einem Fanbus begleitet.

Männer, Bezirksoberliga

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Nabburg/Schwarzenfeld - HC Forchheim 25:26

Neben den Langzeitverletzten musste HC-Trainer Matthias Gieck kurzfristig auf seinen Kollegen Markus Carra und den A-Jugendlichen Julian Weber verzichten. Der Mannschaft war bewusst, dass sie sich in der Oberpfalz auf einen harten Kampf einstellen muss, denn die Gastgeber hatten im Vorfeld angekündigt, alles in die Waagschale werfen zu wollen, um aus dem Tabellenkeller zu kommen.

Von Beginn an entwickelte sich ein enges Spiel. In den ersten Minuten konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Die Forchheimer scheiterten nicht nur einmal am stark haltenden HSG-Torhüter, dessen Vorderleute daraus aber kein Kapital schlugen. Erst in der 25. Minute zogen die Flippers auf drei Tore davon (7:10). Dieser Phase drückte der junge Nico Biermann seinen Stempel auf und tanzte den Innenblock der Nabburger schwindelig. Kurz vor der Pause erhielt Philipp Opitz die rote Karte, so dass der Vorsprung beim Seitenwechsel dahin war (12:12).

Die zweite Hälfte verlief ähnlich: Die ersten Minuten waren sehr ausgeglichen, ehe sich die Flippers bis zur 45. Minute mit fünf Toren absetzten. Die Gastgeber gaben aber nicht auf und die Forchheimer mussten ihrem starken Zwischenspurt etwas Tribut zollen. Mit schwindenden Kräften und leichten Fehlern schmolz der Vorsprung bis zur 58. Minute und Schwarzenfeld glich zum 24:24 aus.

Gieck nahm die Auszeit. Der HC tankte Energie. Biermann krönte seine Leistung mit seinem sechsten Treffer zum 24:25 gut 60 Sekunden vor Schluss. Die Hausherren egalisierten postwendend per Siebenmeter. Noch eine Dreiviertelminute war auf der Uhr. Die Oberfranken spielten einen starken und druckvollen Angriff aus, den Christoph Mach mit der Schlusssirene mit seinem zehnten Tor abschloss und die junge Forchheimer Mannschaft für eine geschlossene und kämpferische Leistung belohnte.

Ein sichtlich erleichterter Trainer sagte nach Abpfiff: "Unsere Abwehr um Christoph Sauer, Felix Engel und Alexander Stöckl hat sich weiter stabilisiert. Den Verlust von Shooter Philipp Opitz haben die anderen Rückraumakteure aufgefangen, wobei Marco Rost das Team über 60 Minuten strategisch gut führte. Ein Sonderlob verdient sich Christoph Mach, der weder bei seinen Siebenmetern noch beim letzten Wurf Nerven gezeigt hat." Am kommenden Wochenende ist der HC spielfrei und kann sich 14 Tage auf das Duell mit dem Tabellendritten TV Altdorf vorbereiten. te HC: Farra, S. Weber, Müller - Schulz (3), Biermann (6), Engel (1), Opitz, Klingert (2), Stöckl (1), Rost (1), Mach (10/6), Sauer (2)

Frauen, Bezirksoberliga

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Nabburg/Schwarzenfeld - HC Forchheim 22:22

Beide Mannschaften starteten nervös. Den Mädels von Coach Thomas Ihrke gelang erst in der sechsten Minute der erste Treffer (2:1). Nabburg zog auf drei Tore davon (20.), ehe die Flippers aufwachten und eine Schippe drauflegten. Sie egalisierten den Rückstand innerhalb von fünf Minuten und gingen sogar mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeitpause (11:12).

Hochmotiviert kamen die Forcheimerinnen aus der Kabine: In der 35. Minute stand es 12:15. Danach häuften sich jedoch die technischen Fehler im Angriff, so dass der HC sieben Zeigerumdrehungen lang den Ball nicht mehr im gegnerischen Tor unterbrachte. So kam der Tabellenführer wieder heran (15:15, 39.). Ab diesem Zeitpunkt wechselte die Führung ständig, kein Team konnte sich um mehr als ein Tor absetzen.

Es entwickelte sich ein Handball-Krimi, in dem beide Mannschaften um jeden Treffer kämpften und sich doch mit einem gerechten Unentschieden zufriedengeben mussten. Kontrastprogramm herrscht am Samstag beim Schlusslicht. te HC: Heid, Siebenhaar - Gareis, Gärtner (4/3), Rothenbücher (3), H. Nemeth (2), Zettelmeier (4), Gößwein, Heilmann, Molls (3/2), Schmitt (3), Hoffmann (2), Irnstorfer (1), Kohnen

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