Coburg
Neujahrsempfang

Katholische Pfarreien und Gemeinden sollen zusammengefasst werden

Die katholische Kirche im Coburger Land steht in diesem Jahr vor wichtigen Strukturveränderungen. Alle Pfarreien und Gemeinden sollen möglichst noch im Herbst zu einem einzigen Seelsorgebereich zusamm...
Artikel drucken Artikel einbetten
Kirchenpfleger Prof. Helmut Kolloc warb für Gelassenheit beim Entstehen der neuen Strukturen im katholischen Dekanat Coburg.  Foto: Martin Koch
Kirchenpfleger Prof. Helmut Kolloc warb für Gelassenheit beim Entstehen der neuen Strukturen im katholischen Dekanat Coburg. Foto: Martin Koch

Die katholische Kirche im Coburger Land steht in diesem Jahr vor wichtigen Strukturveränderungen. Alle Pfarreien und Gemeinden sollen möglichst noch im Herbst zu einem einzigen Seelsorgebereich zusammengefasst werden. Dies deutete Dekan Roland Huth beim Neujahrsempfang im Dekanats- und Pfarrzentrum St. Augustin in Coburg an.

Die beiden Coburger Pfarrgemeinden St. Marien und St. Augustin bilden zurzeit zusammen mit der Pfarrei St. Marien in Bad Rodach den Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land mit etwa 10 000 Gemeindegliedern. Würde es zum großen Zusammenschluss aller Coburger Katholiken kommen, hätte dieser vergrößerte Seelsorgebereich eine Größe von rund 22 000 Männern und Frauen haben. Diese große Einheit soll vor allem Synergieeffekte möglich machen. Keinesfalls soll damit ein Rückzug aus der Fläche verbunden sein.

"Der Strukturprozess in unserem Bistum greift, und wir werden, ob wir wollen oder nicht, miteinander in eine neue, in vielen Fällen auch noch ein Stück unbekannte kirchlich-pastorale Zukunft gehen." Dekan Huth stellte fest, dass ein neues Selbstbewusstsein unter den Coburger Katholiken gewachsen sei. Die Solidargemeinschaft untereinander sei enger geworden. Dazu zählte der Geistliche auch das Engagement in der Asylarbeit.

Zur Habenseite der Gemeindearbeit zählte der Dekan auch die neue Form der Fronleichnamsfeier mitten in der Stadt mit den Stationen Morizkirche, Marktplatz, dem Standort des früheren Franziskanerklosters (heute Schloss Ehrenburg) und dem Standort der ehemaligen Hospitalkirche St. Georg am Spitaltor.

Kirchenpfleger Prof. Helmut Kollo Dekan Roland Huth sagte, dass angesichts der künftig größeren Seelsorgebereiche, Partnerschaft neu gelernt werden müsse. Man komme nicht darum herum, ein Stück Entscheidungsautonomie aufzugeben

Susanne Schneider, die Vorsitzende des neuen pfarrlichen Gremiums von St. Augustin bat um Gelassenheit und Hilfebereitschaft, angesichts der Veränderungen. "Das Ehrenamt führt zu einer höheren Lebenszufriedenheit", stellte sie fest.

Der Neujahrsempfang wurde vom Projektchor des Seelsorgebereichs unter der Leitung von Dekanatskirchenmusikerin Gabriele Hirsch musikalisch ausgestaltet. Dem Neujahrsempfang ging ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Augustin voraus. mako

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren