Höchstadt a. d. Aisch
Elternabend

Katholische Kitas erhöhen die Gebühren

Knapp 400 Kinder finden in Höchstadt in den katholischen Kindertagesstätten St. Nikolaus, St. Hedwig und St. Michael in Krippe, Kindergarten und Hort sowie in der schulischen Mittagsbetreuung an der A...
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Knapp 400 Kinder finden in Höchstadt in den katholischen Kindertagesstätten St. Nikolaus, St. Hedwig und St. Michael in Krippe, Kindergarten und Hort sowie in der schulischen Mittagsbetreuung an der Anton-Wölker-Grundschule, der Grundschule Süd und im Schulhaus Etzelskirchen Aufnahme. Seit zwölf Jahren gab es keine Erhöhung der Gebühren für diese Einrichtungen mehr.

In einer Elternversammlung für alle drei pädagogischen Zentren präsentierte Dekan Kilian Kemmer nun in der Fortuna Kulturfabrik die Aufgaben des Trägers und stellte die neu gewählte Kirchenverwaltung als Gesamtträgerschaft vor. Sieben Frauen und Männer arbeiten für "ihre Kitas" ehrenamtlich mit den Kita-Verwaltern Erich Gahl, Harald Goller und Wolfgang Eggert zusammen. Gemeinsam habe man auf einer Klausurtagung unter der Leitung des Dekans und der Kirchenpflegerin Tanja Schwägerl notwendige und zukunftssichernde Maßnahmen beschlossen, heißt es in einem Pressebericht der Kirchenverwaltung.

Steigende Personalkosten

Wolfgang Eggert fiel die Aufgabe zu, an diesem Abend die Erhöhung um rund 20 Euro pro Kind und Monat zu begründen. Die absolut berechtigten Tarifabschlüsse für Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen während der vergangenen Jahre und die damit verbundenen Gehaltsanpassungen seien die Hauptgründe für die Erhöhung der Elternbeiträge ab 1. September. Zudem wolle man einen kinderfreundlichen und pädagogisch wirkungsvollen Personalschlüssel anwenden, "der allen Beteiligten zugutekommt, der sinnvoll ist und nur Nutzen bringt." Die Kirchenverwaltung habe sich zu dieser Beitragserhöhung allerdings erst in dem Moment durchgerungen, als der bayerische Landtag den Kindergartenzuschuss in Höhe von 100 Euro pro Kind und Monat für den Kindergartenbereich gesetzlich beschlossen hatte. Außerdem passe man mit dieser Entscheidung die Gebührenordnung der katholischen Kitas an die Tarife der städtischen Kinderbetreuungsangebote eins zu eins an.

Harald Goller verwies in einem direkten Vergleich mit anderen Einrichtungen im Landkreis, in der Stadt Höchstadt und in benachbarten Städten und Gemeinden auf die "eher niederschwelligen" Tarife in Höchstadt. Wolfgang Eggert erinnerte in diesem Zusammenhang an die großen kontinuierlichen baulichen Investitionen der katholischen Kirchenstiftung St. Georg im Gebäudebereich wie auch bei den Außenspielflächen aller drei Kitas.

Bürgermeister Gerald Brehm (JL) berichtete am Ende der Veranstaltung von der Bedarfserhebung zur Kinderbetreuung im Bereich der Stadt Höchstadt und verwies auf das Engagement der Stadt beim Kita-Bau in Zentbechhofen. Ebenso beschrieb er den geplanten Standort und die Vorplanungen für eine weitere Kita in Höchstadt, deren Notwendigkeit unbestritten sei. Die Trägerschaft für den Bau der neuen Kita überträgt die Stadt Höchstadt dem Caritasverband Stadt Erlangen und Landkreis Erlangen-Höchstadt. Nach momentanem Planungsstand sollen dort vier Krippen- und zwei Kindergartengruppen entstehen. In der anschließenden Diskussion konnten alle Fragen zur Beitragserhöhung in einer verständnisvollen Atmosphäre geklärt werden. red

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