Herzogenaurach

Katholiken gehen auf die Straße

Der Herzogenauracher Stadtpfarrer Helmut Hetzel interpretiert die Fronleichnamsprozession als eine Bewegung ins Leben mit dem Ziel, die Gesellschaft im Sinn Gottes zu gestalten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Begleitet von Ministranten führte ein Kreuz die Gläubigen in Herzogenaurach an. Foto: Manfred Welker
Begleitet von Ministranten führte ein Kreuz die Gläubigen in Herzogenaurach an. Foto: Manfred Welker
+1 Bild
In diesem Jahr konnte das Fronleichnamsfest in Herzogenaurach begünstigt vom guten Wetter abgehalten werden. Stadtpfarrer Helmut Hetzel bedankte sich bei den Helfern und einer großen Anzahl von Gläubigen für die öffentlichkeitswirksame Demonstration ihres Glaubens.
An den vorangegangenen Tagen hatten zahlreiche Helfer die umfangreichen Vorbereitungen für dieses Fest geleistet. So mussten die Kabel für die Lautsprecheranlage verlegt und ein Podium in der Hauptstraße aufgebaut werden. Frühzeitig hatten die Anwohner des Prozessionsweges die Häuser mit Fahnen und Blumen geschmückt. Für den Ordnungsdienst und die Verteilung der Liedhefte zeichneten die Mitglieder der Kolpingsfamilie Herzogenaurach verantwortlich. Gestaltet wurde die Feier von Stadtpfarrer Helmut Hetzel und Professor Elmar Klinger sowie Pater Moison Michael. Begleitet wurden diese von Ministranten. Es nahmen Seelsorgebereichsräte und Kirchenräte von St. Maria Magdalena und St. Otto teil sowie Kinder, die in diesem Jahr ihre Erstkommunion feiern konnten. Davon wurden Christina Dodel, Sophia Thaler und Jule Gumbrecht in die Gestaltung der Messfeier mit einbezogen.
In seiner Predigt führte Hetzel an, dass für die Prozession viel Aufwand betrieben werde, es müsse viel organisiert werden. Aber: "Ohne Prozession wäre es für viele kein Fronleichnam." Der Name Prozession komme aus dem Lateinischen und bedeute vorangehen, Fortschritte machen.


Für christliche Werte eintreten

Sämtliche deutsche Übersetzungen für dieses lateinische Wort hätten mit Bewegung zu tun. Es bedeute ein Bewegen nach vorne in die Zukunft. "Wir sind eine zielgerichtete Bewegung." Christus treibe uns an, uns zielgerichtet ins Leben zu bewegen und dadurch Gesellschaft im Sinne des Reiches Gottes zu gestalten. "Wir sind als Christen eingeladen, die frohe Botschaft zu verkünden und in Bewegung der Erlösung und Befreiung Christi fortzufahren." Christen müssten sich mehr trauen, für ihre Werte einzutreten.
Nach der Eucharistiefeier formierte sich die Prozession. Begleitet von Ministranten führte ein Kreuz die Gläubigen an, es gingen die Erstkommunionkinder und Verbände mit ihren Fahnen mit. In der Prozession mitgetragen wurden auch die Figuren der Gottesmutter vom Marienaltar, des Heiligen Sebastian von der Kolpingsfamilie, des Heiligen Josef durch die Krippenfreunde sowie des Heiligen Florian von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach. Ebenso wurden die in der Stadtpfarrkirche verwahrten Zunftstäbe auch in diesem Jahr von Handwerkern aus Herzogenaurach mitgeführt.
In einer Monstranz wurde das Allerheiligste beschirmt von einem Baldachin durch die Hauptstraße, die Hintere Gasse, die Reytherstraße und den Marktplatz zurück zur Stadtpfarrkirche geleitet, wo Hetzel die Prozession mit dem Schlusssegen beendete.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren