Kasendorf

Kasendorf genehmigt 36 Kita-Plätze

MarktGemeinderat Die Tagesstätte "Arche Noah" platzt aus allen Nähten. Und weitere Kinder sind bereits angemeldet. Kommt jetzt ein Neubau?
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In Kindergarten in Kasendorf ist es enggeworden. Kommt jetzt ein Neubau?  Foto: Archiv/Katharina Müller-Sanke
In Kindergarten in Kasendorf ist es enggeworden. Kommt jetzt ein Neubau? Foto: Archiv/Katharina Müller-Sanke

Vor gerade einmal drei Jahren hat der Markt Kasendorf für eine Millionensumme, die er aus eigener Tasche - ohne große Zuschüsse bezahlen musste - die Kindertagesstätte "Arche Noah" grundlegend modernisiert und saniert. Doch jetzt platzt die Betreuungseinrichtung schon wieder aus allen Nähten. Schuld daran sind die Allerkleinsten: die Krippenkinder.

Seit diesem Kinderkrippenjahr ist im Bauzimmer des Kindergartens schon eine zweite Gruppe eingerichtet. "Aber es ist nur eine Behelfslösung. Die Genehmigung gilt nur für ein Jahr", erklärt Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU) das Dilemma. Aus diesem Grund hat die Gemeinde schon jetzt eine Umfrage unter den Eltern gestartet. 52 Eltern, die Kinder im Krippenalter haben, wurden angeschrieben. "Wir haben leider nur 17 Fragebögen zurückbekommen. Zwölf haben einen Platz, fünf suchen einen", erklärte Steinhäuser das unzureichende Ergebnis.

Aufstockung nicht möglich

Also hat der Markt auf die Anmeldungen, die der Kinderkrippe vorliegen, zurückgegriffen. Aktuell sind 24 Kinder in der Krippe, im nächsten Jahr sind weitere 16 Kleinstkinder angemeldet. Drei stehen auf der Warteliste. "Natürlich fallen aus der Gruppe mit den 24 Krippenkindern immer wieder welche raus, aber wir müssen etwas tun", so der Bürgermeister. Auch im Folgejahr wird wieder mit einem hohen Anteil an Krippenkindern gerechnet. "Wir brauchen zwei weitere Gruppen - wir haben einen Bedarf von 36 Krippenplätzen", sagte Steinhäuser. Und diesen Bedarf erkannten die Räte auch an.

Investitionen müssen also in jedem Fall getätigt werden. Der Markt hat eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes geprüft. Doch dies ist wegen des Baugrundes nicht möglich. "Wir haben auch schon prüfen lassen, ob wir eine Erweiterung jenseits des Baches machen könnten. Doch dies ist aus immissionsschutzrechtlichen Gründen nicht darstellbar", erklärte Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Die Hühnerfarm ist zu nah.

Die Kirche hat sich außerdem bereits um eine Immobilie beworben. Doch seitens der Landeskirche wurde ein Kauf abgelehnt.

Derzeit setzt sich der Markt gedanklich schon einmal mit einem Neubau auseinander. "Wir haben aber die Grundstücksverhandlungen noch nicht abgeschlossen", informierte Steinhäuser die Räte. Allerdings würde solch ein Neubau nicht auf dem jetzt bestehenden Gelände erfolgen können, sondern möglicherweise 150 Meter weiter. Damit wäre dann eine Krippengruppen im alten Gebäude, zwei im neuen.

Die Trennung der älteren Krippenkinder von den Neulingen hielten viele Räte aber auf den ersten Blick nicht für ideal. "Aber wir haben keine andere Möglichkeit", so der Bürgermeister. Er schätzt, dass der Markt pro Krippengruppe mit Investitionen von rund 650 000 Euro rechnen muss. Dies würde dann mindestens 1,3 Millionen Euro ausmachen. Steinhäuser hofft allerdings, dass ein Krippenbau mit mehr Fördermitteln bezuschusst wird als in der Vergangenheit. Zukunftsträchtig sei solch eine Investition jedenfalls. Denn durch die großen Industriebetriebe bringen auch auswärtige Eltern ihre Kinder gerne nach Kasendorf.



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