Modlos

Karneval wie in Venedig

Büttenabende haben in Modlos Tradition. Schon vor dem Neubau des Vereinsheims fanden sie jährlich statt, und so soll es auch in Zukunft wieder sein. Dieses Mal herrschte italienisches Flair.
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Nach Venedig entführten die Elferrätinnen und Sitzungspräsident Thorsten Leitsch das Publikum im Modloser Fasching.  Fotos: Marion Eckert
Nach Venedig entführten die Elferrätinnen und Sitzungspräsident Thorsten Leitsch das Publikum im Modloser Fasching. Fotos: Marion Eckert
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Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr war auch heuer das Vereinsheim des Musik- und Sportvereins Modlos wieder voll besetzt. Ein prächtiges Bühnenbild verzauberte das Publikum schon vor Beginn der Darbietungen. Direkt am Markusplatz, neben dem weltberühmten Dogenpalast und dem Campanile wähnte sich das Publikum. Die Silhouette von Venedig war eine würdige Kulisse für die Elferrätinnen, die als venezianische Schönheiten in den Saal einzogen. Blaue Umhänge, goldfarbene, eng anliegende Hosen und natürlich die Masken, das Markenzeichen des venezianischen Karnevals, durften da nicht fehlen.

"Schorsch" kam in der Gondel

Die Musik indes entführte nach Paris, in die nicht minder weltberühmte Opéra Garnier und zu Andrew Lloyd Webbers "Maskenball" aus dem Musical "Phantom der Oper". 

Doch mit Gondoliere Thorsten Leitsch, in Modlos besser bekannt als "Schorsch", ging es zurück zu den italienischen Wurzeln. Mit "O sole mio" kam er stilecht in einer Gondel, gestreiftem Hemd und Hut auf die Bühne. Er übernahm für den Abend die Funktion des Sitzungspräsidenten und führte mit Witz durch das Programm. Es war ein phantasievoller Auftakt zu einem humorvollen Abend, der erst weit nach Mitternacht zu Ende ging.

Für die musikalische Umrahmung sorgten Dennis Ankert (Akkordeon) und Florian Rott an der Teufelsgeige. Sie animierten das Publikum zu so mancher Schunkelrunde.

Generationswechsel

In Modlos hat auf der Faschingsbühne ein Generationswechsel stattgefunden, das sahen die Modloser sofort. Die bisherige Showtanzgruppe hat das Zepter übernommen, doch die jahrzehntelang amtierenden Elferrätinnen haben sich zu einem "letzten" Auftritt zusammen gefunden. Mit roten Perücken im schwarz-weißen Kostüm eroberten sie die Bühne.

"Ihr steht aber net auf dem Programm. Ihr sollt doch in Bischofsheim sein", kam ihnen der Sitzungspräsident entgegen, doch er hatte keine Chance. "So einfach gehen wir nicht. Wir wollen noch einmal im Rampenlicht stehen und von oben in die Menge sehen."

Die langjährigen Elferrätinnen nahmen dann im Publikum Platz, sorgten dort bei jedem Einmarsch einer neuen Gruppe für Stimmung und überließen ihren jungen Nachfolgerinnen die Bühne.

Das Modloser Programm war eine Mischung aus eigenen Sketchen und Darbietungen benachbarter und befreundeter Gruppen. So zeigte die Prinzengarde aus Bad Brückenau ihren Gardetanz, bevor sie zum nächsten Auftritt nach Fulda weiter zog. Aus Riedenberg war die Showtanzgruppe gekommen, und auch aus Schöndlering und Oberzell waren Tanzgruppen und Garden angereist.

Die jüngste Truppe, die Modloser Jungs, brauchte zu den Klängen von "Pippi Langstrumpf" keinen Text, sorgte dafür aber für viel Heiterkeit. Modlos und Oberleichtersbach bilden im Fußball eine Spielgemeinschaft, dass sie auch im Fasching gut harmonieren, zeigten sie bei einer Sommerreise mit Stimmungshits und Lokalkolorit. Da durfte so manches Schnäpschen nicht fehlen, und auch die Werbung zum 70. Bestehen samt Einladung zum Fest im Juli wurde gleich ausgesprochen.

Technische Probleme

Einige kleine technische Probleme gab es am Abend, doch die wurden stets spontan und mit einer Schunkelrunde gelöst. Wie diese Probleme tatsächlich gelöst werden könnten, das zeigte Andreas Klug als bekannter Modloser Wissenschafter dem Publikum anhand des interaktiven  Geldautomaten Josie (Nancy Krätz).

Der Abend nahm seine Lauf, Sketche und Tänze wechselten mit Schunkelrunden und Maskenprämierungen. Am Ende waren sich alle einig, dass der Modloser Fasching in diesem Jahr einen neuen Höhepunkt erreicht und auf jeden Fall fortgesetzt werden muss.

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