Laden...

Kanalsanierung wird billiger

Knapp 69 000 Euro spart sich die Gemeinde bei den Kanalsanierungen. Das Geld ist aber schon an andere Stelle geplant - wie bei der Erneuerung der Gehsteige.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit Kanalrobotern will man den Aufwand bei der Kanalsanierung auch in Röttenbach gering halten.  Foto: Imago
Mit Kanalrobotern will man den Aufwand bei der Kanalsanierung auch in Röttenbach gering halten. Foto: Imago
Wie Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Röttenbach mitteilte, wurden bei der Kanaluntersuchung bis jetzt die Hauptkanäle untersucht. "Ab Mitte Oktober folgen die Hausanschlüsse", erklärt Bernd Ernst vom Planungsbüro GBI. "Dies wird dann wahrscheinlich bis 2019 dauern."
Die lange Untersuchungszeit liegt daran, dass komplexe moderne Technik eingesetzt wird, die 360-Grad-Videos der Kanalrohre erstellt, so dass keine Schäden übersehen werden. Durch die Untersuchung wird eine Karte mit allen Kanalschäden in der Gemeinde erstellt, um so die Kosten für die nächsten Jahre abzuschätzen. Die Schäden reichen von Betonfraß, der durch Fettablagerungen entsteht, bis zu gesprungenen Kanalstücken. Die dringlichsten Maßnahmen sollen nun so durchgeführt werden, dass man keine Straßen öffnen muss, da zum Beispiel Roboter zum Fräßen eingesetzt werden.
Die Arbeiten vergab der Gemeinderat an die europaweit tätige Kanalsanierungsfirma Dringer & Scheidel Rohrsanierung aus Röthenbach a.d. Pegnitz für 250 334 Euro, was etwa 69 000 Euro günstiger als die Kostenschätzung ausfällt.


Geld fließt in die Gehsteige

Das Geld, das bei der Kanalsanierung gespart wurde, wird teilweise zusätzlich bei der Gehsteigsanierung in der Baiersdorfer Straße benötigt. Für 35 000 Euro werden die kaputten Bordsteine, an denen nach der Vergabe des Angebotes an die Firma Zollhöfe erhebliche Frostschäden festgestellt wurden, ausgetauscht. Zudem sollen die Bordsteine aller Einfahrten rot werden, um diese besser zu kennzeichnen. "Das verursacht aber kaum Mehrkosten", so Ernst.
Derweil geht die Umgestaltung des Rathausplatzes gut voran. Arbeiten wie die Entschlammung des Weihers sowie die Tiefbauarbeiten sollen noch im Oktober beginnen. Ernst betonte, dass die Arbeiten am Weiher aufgrund der Brutzeit der Vögel im Februar 2018 abgeschlossen werden müssen, weshalb sie noch im November ausgeschrieben werden sollen.
Des Weiteren verständigte man sich bei den Glascontainern, deren Sammelbehälter unterirdisch versenkt werden, auslaufsichere Behälter zu verwenden, um so eine Geruchsbelästigung zu vermeiden. Die Kosten für die Container belaufen sich auf ungefähr 36 000 Euro inklusive des unterirdischen Einbaus. Eventuell kann die Gemeinde hierfür Zuschüsse von der Regierung von Mittelfranken erhalten. Auch die Firma Hoffmann, die für die Entsorgung zuständig ist, ist von dem unterirdischen System überzeugt, so Ernst. "Die Alternative wäre, einen anderen Standort zu suchen." Jedoch habe man nahezu keinen so guten Standort wie den Rathausplatz.


Weitere Beschlüsse

In einer Bürgerbefragung über die Umgestaltung der Kreisverkehrsinsel, die online und über das Mitteilungsblatt stattfand, sprachen sich die Bürger für den Verbleib der aktuellen Gestaltung des Kreisverkehrs und gegen die Umgestaltung aus.
Da die Duschräume und Umkleidekabinen des TSV Röttenbach sanierungsreif sind, beschloss der Gemeinderat im November 2016 diese für 69 500 Euro in einem ersten Abschnitt neu zu machen.


Sportler packen mit an

Die noch anstehenden Maurer- und Abbrucharbeiten werden die Sportler übernehmen. Alle Arbeiten des zweiten Bauabschnittes werden für 45 800 Euro vom Gemeinderat bewilligt. Diese sollen möglichst ohne Störung des Sportbetriebs durchgeführt werden.
Des Weiteren muss das Leichenhaus inklusive der Aussegnungshalle behindertengerecht umgebaut werden. Auch das Kühlaggregat der Leichenhalle soll durch ein moderneres ersetzt werden. "Für die Soldatenkameradschaft und den Bestatter sollen Lagerräume eingerichtet werden.", so Wahl. Die Aussegnungshalle wird getrennt werden, dass die Angehörigen bei zwei oder mehr Verstorbenen besser Abschied nehmen können. "Die Wände der Halle sollen außerdem freundlicher gestaltet werden", fügt Planer Holzmann, der die Kosten auf 34 000 Euro schätzt, an.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren