Dormitz

Kampf gegen den Krebs

Die Gemeinde Dormitz feiert sich selbst - und beschenkt andere. Anlässlich des 875. Geburtstags stellt der oberfränkische Ort ein kunterbuntes Programm auf ...
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Dormitzer spendeten 6000 Euro für die Kinder-Onkologie Erlangen.
Dormitzer spendeten 6000 Euro für die Kinder-Onkologie Erlangen.
Die Gemeinde Dormitz feiert sich selbst - und beschenkt andere. Anlässlich des 875. Geburtstags stellt der oberfränkische Ort ein kunterbuntes Programm auf die Beine, darunter auch einen Jubiläumslauf.
Rund 750 Hobbysportler meisterten die bis zu zehn Kilometer lange Strecke und entrichteten eine Startgebühr zugunsten der Kinder-Onkologie der von Professor Wolfgang Rascher geleiteten Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen.
"Für uns stand von Anfang an fest, dass es eine Benefizveranstaltung sein soll", erklärte Organisatorin Elke Bezold bei der Scheckübergabe. Organisator Matthias Fuchs ergänzte: "Wir wollten gerne etwas gegen Krebs machen und Kinder sind nun einmal leider die Schwächsten." Die Power, mit der das Dormitzer Team den Jubiläumslauf vorbereitete und durchführte, will es nun an die kleinen Patienten weitergeben: Mit der stolzen Summe von 6 000 Euro unterstützt die Gemeinde sowohl die zukunftsweisende Forschung als auch das wichtige Sportprogramm der Kinderonkologie.
"Gesunde Kinder rennen über den Pausenhof und sind im Sportverein - bei kranken Kindern dreht sich plötzlich alles nur noch um Krebs und Krankenhaus", veranschaulichte Professor. Markus Metzler, Leiter der Kinder-Onkologie. "Mit unserem Sportprogramm möchten wir unsere Patienten, die auf Station viel von ihrer Kraft verlieren und Muskeln abbauen, stärken. Zum anderen ist die Bewegung ein Anker in die Normalität und erleichtert später die Rückkehr in den Sportverein." Dank Spendengeldern konnten zwei Sportwissenschaftlerinnen eingestellt werden, die jedem Kind ein individuelles und auf sein Alter angepasstes Bewegungsprogramm anbieten.
"3 000 Euro kommen dem Sport zugute - die andere Hälfte der Forschung", freute sich Prof. Metzler. "So können wir zum Beispiel Untersuchungen durchführen, die noch nicht zur Routine gehören, die uns aber einen Vorsprung verschaffen. Bereits in einigen Fällen war es uns mit Hilfe dieser Methoden möglich, einer zurückkehrenden Krebserkrankung zuvorzukommen" erklärte Metzler, der ebenfalls zehn Kilometer absolvierte.
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