Forchheim

Kampf dem Prozessionsspinner

Juckreiz, Hautausschlag und sogar Asthma-Anfälle: Das können die giftigen Härchen des Eichenprozessionsspinners beim Menschen verursachen. Zum Schutz kommen Pflanzenschutzmittel zum Einsatz.
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Auch alte Gespinste des Eichenprozessionsspinners machen Allergikern zu schaffen.
Auch alte Gespinste des Eichenprozessionsspinners machen Allergikern zu schaffen.
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Josef Hofbauer "Den Eichen sollst du weichen." Diese Volksweisheit, die fälschlicherweise in Zusammenhang mit Gewittern gebraucht wird, gilt insbesondere bei solchen Bäumen, in denen sich der Eichenprozessionsspinner eingenistet hat. Entlang der Pautzfelder Straße bei der Staustufe in Forchheim zeugen Gespinste aus den Vorjahren, dass sich der Eichenprozessionsspinner hier besonders wohl fühlt. Die mit winzigen Widerhaken besetzten giftigen Nesselhaare dieser Plagegeister können bei Menschen Juckreiz, Hautausschlag und sogar Asthma-Anfälle auslösen. Dies gilt sogar für die alten Nester

Um dem vorzubeugen, werden nun die gefährdeten Eichenbestände besprüht. Zum Einsatz kommt mit dem Biozid "Neem Azal" ein Mittel, das in den vergangenen Jahren auch bei den 600 Eichen im Bereich der Lebenshilfe in Forchheim mit Erfolg eingesetzt wurde. Biologische Schädlingsbekämpfung ist angesagt.

Das Pflanzenschutzmittel, das von einem Gebläse mit 16 Düsen bis zu 40 Meter in die Kronen der Bäume geblasen wird, dringt in die Blätter ein und wird von den Schädlingen aufgenommen, wenn sie die Blätter fressen. Eine Verpuppung wird verhindert, die Raupen sterben. Haupt-Einsatzgebiete waren unter anderem die Lebenshilfe, die Sportinsel, der Zeltplatz, das Areal am Kindergarten Kersbach, der neue Friedhof, die Sandstraße in Buckenhofen und die Eichen an der Bamberger Straße.

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