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Bad Kissingen
FITNESS-Programm

Kampf dem Bewegungsmangel unter Schülern

Wie fit sind eigentlich Kinder und Jugendliche - dieser Frage können jetzt alle Schulen in der Region Main-Rhön mit Unterstützung der Krankenkasse AOK auf den Grund gehen. "AOK-Schulfitness" nennt sic...
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Wie fit sind eigentlich Kinder und Jugendliche - dieser Frage können jetzt alle Schulen in der Region Main-Rhön mit Unterstützung der Krankenkasse AOK auf den Grund gehen. "AOK-Schulfitness" nennt sich das neue Projekt, mit dem Lehrer Stärken, aber auch mögliche Defizite der motorischen Fähigkeiten ihrer Schüler erkennen können.

Mit einem Test und der anschließenden Online-Auswertung wird das Fitnesslevel der Schulklasse ermittelt. "Unser neues Online-Angebot richtet sich an Schulen, die Fitness und sportliche Leistungsfähigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler im Unterricht fördern wollen", so Johannes Kiep, Bewegungsfachkraft bei der AOK in Schweinfurt. Das Angebot sei für alle Jahrgangsstufen geeignet.

Eine Stunde täglich sollten Jugendliche zwischen elf und 17 Jahren sich bewegen. So steht es in einer WHO-Studie zum Bewegungsverhalten von Jugendli-chen, die Ende vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Demnach wirke sich jede weitere körperliche Aktivität darüber hinaus positiv auf die Gesundheit aus. "Bewegungsmangel hingegen beeinflusst die Entwicklung motorischer Fähigkeiten der Heranwachsenden negativ", so Johannes Kiep.

Das Programm der AOK setzt genau dort an. Es bestehe aus einem Eingangs- und einem Abschlusstest, die in einem Abstand von sechs bis zwölf Monaten gemacht werden. Beide Tests messen fünf motorische Grundfähigkeiten: Ausdauer, Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit.

Sowohl der Eingangs- als auch der Abschlusstest lassen vergleichbare Aussagen zu den mo-torischen Stärken und Schwächen der Kinder zu. Denn das Online-Programm werte die Ergebnisse nicht nur aus, sondern setze sie auch in Bezug zu den bisher in rund 20 Jahren erhobenen, anonymisierten Test-Ergebnissen von über einer Million Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Dadurch könnten die Leistungen bei den verschiedenen Übungen miteinander, aber auch zwischen einzelnen Altersstufen verglichen werden. "Anhand der Vergleichsdaten stellen wir fest, dass die Schülerinnen und Schüler heute schlechter abschneiden als noch vor 20 Jahren", sagt Johannes Kiep. Umso wichtiger sei es, die motorischen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen in der Schule gezielt zu fördern.

In den Monaten zwischen den Tests trainieren die Lehrkräfte mit ihren Schülern die Fähigkeiten, bei denen sie anfangs unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt haben. Die AOK unterstützt dabei mit einer Übungssammlung. "Je nach Test-ergebnis der Klasse lässt sich daraus ein passgenaues Training zusammenstellen", so Johannes Kiep. Weitere Informationen unter aok-schulfitness.de. red

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