Kampagne "Uns geht's ums Ganze" soll Mädchen Anerkennung vermitteln

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Erlangen-Höchstadt — Das Netzwerk Mädchenarbeit in Mittelfranken, ein Zusammenschluss von Gleichstellungsbeauftragten und Fachfrauen aus der Mädchenarbeit, organisiert die Kampagne "Uns geht's ums Ganze".
Zum mittelfränkischen Kampagnenstart wurden im Januar 2015 Entscheidungsträger der Jugendhilfe, Multiplikatoren und Politiker von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und dem Vorsitzenden des Bezirksjugendrings, Bertram Höfer, begrüßt.
Eine fachliche Einführung gab die Schirmherrin Hildegund Rüger, Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrates und Leiterin des Bereiches Schulen der Regierung von Mittelfranken. "Wir müssen Mädchen und jungen Frauen schon von klein auf Anerkennung und Wertschätzung vermitteln. Denn nur so können sie ihre Entscheidungen selbstbestimmt nach eigenen Interessen, Fähigkeiten und Wünschen treffen", sagte Rüger.
Zur Halbzeit der Kampagne ziehen die Veranstalterinnen eine positive Bilanz. Mit über 50 Veranstaltungen und Aktionen wurden Mädchen und junge Frauen ermutigt und unterstützt, über ihre Sexualität sowie ihren Körper selbst zu bestimmen. Weiterhin setzen sie sich für die Inszenierung von Geschlecht jenseits der Rollenklischees und für selbst gewählte Lebensentwürfe ein. Zu den Forderungen gehört der Respekt gegenüber einer Vielfalt von (Geschlechts-) Identitäten sowie die Solidarität gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt.
Jeden Monat rückt eine kreisfreie Stadt oder ein Landkreis im Bezirk Mittelfranken durch Veranstaltungen in den Fokus der Kampagne. Beispielsweise wurden Lehrkräfte zum Thema "Starke Mädchen - starke Jungs" in Erlangen und Erlangen-Höchstadt fortgebildet. Aufgrund der positiven Resonanz wird die Veranstaltung im Herbst wiederholt. Einige Schulklassen in Mittelfranken setzten sich mit dem Theaterstück "Vielfalt ist Schönheit" von Pinkstinks auseinander.
Ebenfalls mit einem Klassenzimmertheater wurde im Landkreis Ansbach sexuelle Gewalt thematisiert. Der diesjährige Mädchenkalender "MiA - Mädchen in Aktion, voll verplant" steht unter diesem Motto. Dort sind Anregungen, wie das eigene Lebensumfeld selbst mitgestaltet werden kann, zu finden.
Im Rahmen eines Fotowettbewerbs, können bis zum 18. September Bilder von Jungen, die Mädchen fotografieren, oder Mädchen, die Jungen fotografieren, auf www.coolemaedchen-coolejungen.de eingereicht werden. Nach der Sommerpause zieht die Kampagne nach Schwabach. Fürth, Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen schließen sich in den Monaten danach an.
Gemeinsam geplant sind die Fachtagung "Immer dieser Mädchenkram - Medienwelten-Lebenswelten?!" für Mitarbeiter der Jugendarbeit im Otto Fürth am 24. November sowie die Veranstaltungen zu "One Billion Rising" im Februar und ein Kampagnenabschlussfest im März 2016. red


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