Steinberg
steinberg.inFranken.de  Ernst Gerber wurde bei der Jahreshauptversammlung der KSK Steinberg eine besondere Ehre zuteil.

Kameradschaft hat neues Ehrenmitglied

Am Samstag hielt die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Steinberg Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr. Bei der Jahreshauptversammlung erfolgten auch Neuwahlen sowie Ehrungen langjährig...
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Ehrungen bei der KSK Steinberg (von links): Robert Fischer, Bürgermeisterin Susanne Grebner, Udo Jakob, Jürgen Geiger, das neues Ehrenmitglied Ernst Gerber, Reinhard Wachter, Michael Müller, Werner Jakob, Johannes Baier und Gottfried Betz  Foto: Heike Schülein
Ehrungen bei der KSK Steinberg (von links): Robert Fischer, Bürgermeisterin Susanne Grebner, Udo Jakob, Jürgen Geiger, das neues Ehrenmitglied Ernst Gerber, Reinhard Wachter, Michael Müller, Werner Jakob, Johannes Baier und Gottfried Betz Foto: Heike Schülein

Am Samstag hielt die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Steinberg Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr. Bei der Jahreshauptversammlung erfolgten auch Neuwahlen sowie Ehrungen langjähriger Mitglieder und Kriegsgräbersammler. Zudem gibt es ein neues Ehrenmitglied.

Vorsitzender Johannes Baier berichtete im Gasthaus "Zum Frack" von einem regen Vereinsleben. Die 1883 gegründete Kameradschaft nahm an allen Kirchenparaden der Pfarrei teil. Zudem unterstützte man weltliche Feste im Dorf. Überörtlich beteiligte man sich an Friedenswallfahrten und besuchte das 120-jährige Jubiläum der Soldatenkameradschaft Wildenberg. Am Volkstrauertag legte man am Ehrenmal einen Kranz nieder. Im Oktober hielt man eine Friedens-Andacht in der Pfarrkirche ab, wobei man auch für einen Monat die Friedens-Standarte übernahm. Drei größere Arbeitseinsätze waren für das Ehrenmal auf dem Friedhof notwendig. Ende Januar dieses Jahres richtete man die Jahreshauptversammlung des Kreisverbands Kronach der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) aus.

Der Dank des Vorsitzenden galt allen Funktionsträgern und Helfern - insbesondere Anneliese Munzer, die seit vielen Jahren für die würdevolle Pflege und Bepflanzung des Ehrenmals verantwortlich zeichnet. In diesem Zusammenhang dankte er auch den Vereinen, die abwechselnd die Kosten für die Bepflanzung übernehmen. Die letztjährige Kriegsgräber-Sammlung brachte ein sehr gutes Spendenergebnis von 1210 Euro. Der Verein zählte Ende 2018 121 Mitglieder, darunter drei Ehren-Mitglieder.

Zweiter Vorsitzender Udo Jakob hielt Vorschau auf 2019. Man will weiter ein aktiver Verein bleiben und wie bisher bei allen weltlichen und kirchlichen Festen präsent sein. Vereinsintern will man weniger Veranstaltungen abhalten, wobei man auf eine etwas bessere Beteiligung hoffe. Dies gelte auch für die Friedens-Andacht, die wieder am dritten Freitag im Oktober stattfinden wird. Angedacht ist zudem entweder ein Kameradschaftsabend oder eine Busfahrt, voraussichtlich im Herbst.

Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner dankte der KSK für ihren Einsatz ebenso wie BKV-Bezirks- und Kreisvorsitzender Gottfried Betz, der über Termine informierte. Die Bezirksjahresversammlung mit Neuwahlen findet am 10. März in Wallenfels statt, die Soldatenwallfahrt in Vierzehnheiligen und die Landesfriedenswallfahrt in Violau am 5. Mai. Aufgrund der weiten Anfahrtsstrecke nach Violau hinter Augsburg will man bei Interesse eine Zwei-Tagesfahrt unternehmen. Vom 19. bis 21. Juli feiert die Soldatenkameradschaft Kirchlein 100-jähriges Bestehen. Angedacht ist eine Fahrt zum "Tag der offenen Tür" bei der Bundeswehr. Der Kreiskameradschaftsabend wird am 15. Juni von der RK Nordhalben ausgerichtet, die heuer ein Doppeljubiläum feiert.

Bei der Versammlung wurden treue Mitglieder beziehungsweise Sammler ausgezeichnet. Seit 25 Jahren gehören Bernd Stumpf (Burggrub), Reinhard Wachter und Jürgen Geiger der KSK an. Bereits 40 Jahre halten Anton Eidloth beziehungsweise 50 Jahre Werner Jakob der Kameradschaft die Treue. Gottfried Betz überreichte den anwesenden Jubilaren ihre Treuenadel. Eine große Ehre wurde dem langjährigen Kassier Ernst Gerber zuteil. Seit seinem Beitritt 1971 erwarb er sich um die KSK große Verdienste - so als Kriegsgräbersammler, Fahnenbegleiter sowie mittlerweile seit über 20 Jahren als "sehr sparsamer" Kassier.

Der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge von Oberfranken, Robert Fischer, oblag die Ehrung langjähriger Sammler. Dabei bedachte er Udo Jakob für fünf Jahre Sammlertätigkeit mit der Bronzenen Verdienstspange sowie Michael Müller und den Vorsitzenden Johannes Baier für jeweils zehnjährige Sammlertätigkeit mit der Silbernen Verdienstspange. Nicht anwesend sein konnte Andreas Eidloth, der seit über fünf Jahren für Kriegsgräber sammelt.

Fischer verwies auf die 2,7 Millionen Kriegsgräber auf 832 Friedhöfen in 46 Ländern. Pro Jahr nehme man 24 000 Umbettungen vor. Mit dem 1210 Euro könne man 201 Gräber ein Jahr lang pflegen oder 100 Umbettungen durchführen.

Die erste Beisitzerin

Bei den Neuwahlen für zwei Jahre wurde Vorsitzender Johannes Baier in seinem Amt bestätigt. Bei den Beisitzern gab es zwei Veränderungen. Neu hinzu kamen Christian Baier und - mit Ellen Zwosta - erstmals eine Frau. Die Wahlen erfolgten unter Wahlausschuss von Bürgermeisterin Susanne Grebner, Robert Fischer und Gottfried Betz.

Das Wahlergebnis im einzelnen: 1. Vorsitzender: Johannes Baier, 2. Vorsitzender: Udo Jakob, Schriftführer: Michael Fischer, Kassier: Ernst Gerber, Beisitzer: Andreas Eidloth, Stefan Fischer sowie Ellen Zwosta und Christian Baier (beide neu), Kassenprüfer: Thomas Herzog, Jürgen Geiger, Fähnrich: Manfred Gerber (Fahnen-Begleiter werden bestimmt). hs

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