Bad Staffelstein

Kalte Platten als kleine Wunder

Waltraud Hartmann zeigte Staffelsteiner Frauen, wie kulinarisch ansprechende Häppchen dargereicht werden.
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Liebevoll angerichtet machen die Platten Appetit auf mehr.  Foto: Gerda Völk
Liebevoll angerichtet machen die Platten Appetit auf mehr. Foto: Gerda Völk

Das Geheimnis von kalten Platten sind frische Zutaten, die lecker und appetitlich angerichtet werden. Wie das gemacht wird, das erfuhren die Teilnehmerinnen eines Kochkurses "Kalte Platten und Häppchen für Festlichkeiten".

Kursleiterin Waltraud Hartmann hatte ihren Traum zum Beruf gemacht. Schon zeitlebens beschäftigte sich die gelernte Fleischereifachverkäuferin mit Nahrungsmitteln und gesunder Ernährung. Nachdem die Kinder aus dem Haus waren, bildete sie sich zur zertifizierten Ernährungsberaterin und Hauswirtschafterin weiter.

Vor der eigentlichen Zubereitung sollten Überlegungen und Vorbereitungen auf dem Programm stehen. Kalte Platten ließen sich für jeden Anlass servieren, sagte die Referentin. Neben der Zahl der Gäste sollte jedoch auch bedacht werden, welche Gäste kommen. Sind darunter Kinder, Vegetarier oder Veganer? Auch die Kühlmöglichkeiten und die Räumlichkeiten der Feier sollten in die Überlegungen vorher einbezogen werden. Schließlich sollte auch der Unterlage ein Augenmerk geschenkt werden: Dazu eignen sich Platten aus Chromstahl, rustikale Holzbretter, Schieferplatten oder Porzellan. Auch Spiegel sind geeignet.

Beim Einkauf der Zutaten waren Waltraud Hartmann die vielen Margarineprodukte und Streichfette im Regal des Supermarktes aufgefallen. Ein Blick auf die Zutatenliste gebe Auskunft über die Inhaltsstoffe - allen voran Palmöl, ein billiges Produkt der Nahrungsmittelindustrie, das mittlerweile in beinahe jedem zweiten Lebensmittel zu finden sei. Ebenfalls Bestandteil dieser Streichfette seien aromawirksame Stoffe. "Es gibt praktisch keinen Geschmack, der nicht in den Labors der Lebensmittelindustrie hergestellt werden kann", erklärte die Referentin. Ihr Rat in die Runde: "Augen auf beim Einkauf!"

Dann ging es schon an die Zubereitung der ersten Platte. Appetitlich sollte sie aussehen, denn schließlich isst das Auge mit. 20 Frauen schauten der Referentin beim Dekorieren diverser Wurst- und Käseplatten zu. "Auch angenehm", fand eine Teilnehmerin, "sonst mussten immer wir arbeiten, heute können wir einmal zuschauen und im Anschluss essen", flüsterte sie ihrer Nachbarin nicht ganz ernst gemeint zu.

Genauso appetitlich wie zuvor schon die Wurst- und Käseplatten wurden dann die Häppchen angerichtet. Die Unterlage bestand aus dünn geschnittenen Brotscheiben, der Belag variierte von Schinken über Salami bis zu Lachs. Auch hier legte die Referentin viel Wert auf ansprechende Präsentation.

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