Lauter

Kaiserstraße wird runderneuert

Insbesondere um Straßen- und Wegebau beziehungsweise Instandhaltung ging es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Lauter. Dazu trafen sich die Räte zunächst in Deusdorf, auch in Appendorf gab es eine Ortseinsicht.
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Ortstermin in Deusdorf: der Gemeinderat vor dem Feuerwehrhaus an der Brücke über die Lauter (Eingang der Kaiserstraße) Foto: Johannes Michel
Ortstermin in Deusdorf: der Gemeinderat vor dem Feuerwehrhaus an der Brücke über die Lauter (Eingang der Kaiserstraße) Foto: Johannes Michel

Dringend sanierungsbedürftig ist die Kaiserstraße in Deusdorf. Bereits im Januar war dies Thema im Gemeinderat - die Straße soll, ähnlich wie die Flächen am Dorfplatz, mit einer Kombination aus Teer und Pflaster neu gestaltet werden. Der Ortstermin war nötig, da einige Randbereiche genauer in Augenschein genommen werden sollten.

Da ging es zunächst um eine gemeindliche "Grünfläche" neben der Brücke, der Bereich wird bisher von den dortigen Anliegern gepflegt. Das könnte nun auch so bleiben. Für das Anlegen einer Furt in die Lauter gab es keine Mehrheit. Einig waren sich die Gremiumsmitglieder aber, dass der Vorplatz des Feuerwehrhauses ebenfalls saniert werden soll. "Wir sollten das gleich mit vergeben", so Bürgermeister Armin Postler (CSU) - auch wenn diese Maßnahme dann außerhalb der Dorferneuerung stattfinde.

Nichts einzuwenden gab es gegen die Versetzung der Deusdorfer Schautafel, in der unter anderem die Gemeinderatssitzungen sowie Termine von Vereinen ausgehängt werden. Aufgrund der Sanierung des Hauses, an dem sie momentan befestigt ist, wird sie in die Nähe der Brücke am Stettfelder Weg umziehen. Eine entsprechende Neuanschaffung wird rund 800 Euro kosten.

Weg erhält keine Zustimmung

Eine weitere Ortseinsicht führte den Gemeinderat dann nach Appendorf. Auf Antrag eines Anwohners beschäftigte sich das Gremium mit einem möglichen Fußweg vom Eckenweg zur Eckengasse. Der würde für die Anwohner im Bereich Lerchenweg, Eckenweg, Johann-Schumm-Straße, Sandhofer Straße und Oberhaider Straße eine direkte Anbindung Richtung Baunach ermöglichen, ohne zunächst in die Ortsmitte zu müssen. Nachdem umfangreicher Grunderwerb nötig und aufgrund der Hanglage kein einfacher Bau zu erwarten sei, sprach sich das Gremium gegen den Weg aus. Sehr wohl habe die Teilnehmergemeinschaft allerdings die Möglichkeit, hier selbst eine Anbindung zu schaffen.

Anschließend wurde die Sitzung im Rathaus fortgesetzt. Stadtplanerin Cäcilie Neubauer stellte die Änderung des Bebauungsplanes Kirchenäcker/Untere Wiesen in Lauter vor. Dort sind auf Antrag dreier Antragssteller Änderungen geplant, um unter anderem ein weiteres Baurecht zu schaffen. Die Kosten für diese Änderungen tragen die Antragssteller. "In diesem Rahmen haben wir auch die Festsetzungen des Bebauungsplans für diese Grundstücke ein wenig aktualisiert und bisherige Befreiungen eingearbeitet", so Neubauer. Der Vorentwurf wurde einstimmig beschlossen.

Zum Baugebiet "Appenberg" in Lauter informierte Bürgermeister Postler über den aktuellen Verlauf. Die Ausschreibung für die Erschließung sei im Staatsanzeiger veröffentlicht worden, in einer der kommenden Sitzungen könne der Auftrag vergeben werden. Im Spätsommer kommenden Jahres sei dann mit dem Abschluss zu rechnen. Für die Außengrundstücke gebe es schon Interessenten.

Neues Pflaster kommt

Mit pauschal 10 000 Euro wird sich die Gemeinde an der Sanierung des Weges von der Staatsstraße bei Appendorf Richtung Lauter beteiligen. Er soll neu gepflastert werden. Durch eine Umleitungsstrecke hatte der Weg stark gelitten. Insgesamt wird die Sanierung rund 85 000 Euro kosten, den Großteil trägt die Teilnehmergemeinschaft. Gemeinderätin Hildegard Weigmann (CSU) äußerte allerdings Bedenken: Der Ausbau könne dazu führen, dass der Weg vermehrt für den Fahrzeugverkehr genutzt werde.

Für die Schaffung eines einheitlichen kommunalen Förderprogramms mit einer Bauberatung im Innenbereich und zur Stärkung der Ortsmitten im Rahmen der Baunach-Allianz legte der Gemeinderat die möglichen Förderbereiche für Lauter und die Ortsteile fest. Ziel: Leerstände beseitigen beziehungsweise vermeiden. Daher wurden beispielsweise Neubaugebiete ausgenommen.

In seinem Kurzbericht informierte Postler, dass das neue Bauhoffahrzeug seit vier Wochen im Einsatz sei. Beim geplanten Radweg nach Baunach sei wenig passiert, noch immer gelte es, Unterlagen an die Regierung weiterzuleiten - "insbesondere die Ausgleichsflächen beschäftigen uns hier. Es ist eine Katastrophe, so etwas heute durchzuziehen", meinte Postler. Zudem berichtete der Bürgermeister über eine Verkehrsschau an der Oberhaider Straße in Appendorf. Dort wurde nun ein Halteverbotsschild aufgestellt, da in der Kurve ständig Fahrzeuge parkten.

Fragezeichen um Mitfahrbänke

Gemeinderat und Dritter Bürgermeister Heinz Postler (CSU) fragte nach dem Stand in Sachen Mitfahrbänken. "Momentan scheitert es an der Gegenstelle - in Baunach", so Postler. Um das Projekt sinnvoll angehen zu können, müssten Baunach und auch Oberhaid einbezogen werden. Er wolle noch einmal nachhaken.

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