Kulmbach
verabschiedung

Kämpfer gegen Drogen und Sucht tritt ab

Mit Dieter Breivogel ist in der Sitzung des Suchtarbeitskreises Kulmbach eine Persönlichkeit verabschiedet worden, die sich um die Sucht- und Drogenprävention in Oberfranken und darüber hinaus große V...
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Steffi Posel verabschiedete Dieter Breivogel. Foto: Werner Reißaus
Steffi Posel verabschiedete Dieter Breivogel. Foto: Werner Reißaus
Mit Dieter Breivogel ist in der Sitzung des Suchtarbeitskreises Kulmbach eine Persönlichkeit verabschiedet worden, die sich um die Sucht- und Drogenprävention in Oberfranken und darüber hinaus große Verdienste erworben hat.
Steffi Posel, Lehrerin und Beauftragte für Drogen- und Suchtgefahren am MGF-Gymnasium, verwies darauf, dass sie Dieter Breivogel seit über zehn Jahren aufgrund seiner tollen Präventionsaktionen am MGF kenne: "Allein bei uns haben Sie über 1000 Schüler begeistert." Die Lieder seien für sie eine große Stärke der Veranstaltung "Seid stark und sagt Nein". Es gehe bei Breivogel nicht nur um Zahlen, sondern um Informationen und Emotionen.


Ein Mann des Wortes

Posel hielt es für wichtig, die die Kinder bereits in den unteren Jahrgangsstufen anzusprechen, zu sensibilisieren und aufzuklären. "Das Konzept funktioniert allerdings nur, wenn es mit Engagement und Überzeugung präsentiert wird." Und genau das habe Breivogel geschafft. "Mit Ihren Worten erreichen Sie so viel." Die Rednerin machte deutlich, dass Dieter Breivogel andere Menschen begeisterte. Nicht von ungefähr sei er für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement mit der bayerischen Staatsmedaille ausgezeichnet worden. Posel: "Ihr Engagement ist auch in Zahlen zu fassen: Seit 14 Jahren aktiv, davon 13 Jahre als Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Sucht- und Drogenprävention Oberfranken. 375 besuchte Schulen, 2584 Schulklassen und über 71 000 Schüler in Bayern und anderen Bundesländern."
Auch Landrat Klaus Peter Söllner nutzte die Gelegenheit, sich bei Dieter Breivogel für seine wertvolle Arbeit in der Suchtprävention zu bedanken: "Ich habe die Anfänge mitgemacht und war auch bei vielen Veranstaltungen dabei. Sie haben diese Projektarbeit mit Leben ausgefüllt und waren immer mit Herzblut und Optimismus dabei." Breivogel habe nicht nur den Zeigefinger belehrend erhoben, sondern einen Weg gefunden, die jungen Leute zu begeistern. "Das war eine grandiose Leistung", sagte Söllner.
In der Sitzung stellten Denise Bär und Melanie Purucker von der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) das Projekt "Come back" vor.


Leben nach Crystal Meth

Laut Bär und Purucker läuft das Projekt noch bis zum 30. September dieses Jahres. Erklärte Zielgruppe seien arbeitssuchende Menschen ab 16 Jahren, die wegen ihres Crystal-Meth-Konsums beraten und behandelt wurden und voraussichtlich nicht durch Regelleistungen in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Die Teilnahme an "Come Back" sei kostenlos. Mit dem Entschluss zur Projektteilnahme erfolge eine vertragliche Selbstverpflichtung zur aktiven Mitarbeit.
Die Berufs- und Rehaberaterin der Agentur für Arbeit, Angelika Panek, gab noch einen Überblick über die Möglichkeiten und die Förderung im Rahmen Teilhabe am Arbeitsleben.
Steffi Posel warb am Schluss noch um das Schüler-Multiplikatoren-Seminar am MGF, das einmal im Jahr für die siebte Jahrgangsstufe angeboten wird. Der Arbeitskreis mit seiner neuen Geschäftsführerin Camelia Sancu erklärte sich bereit, dafür die Kosten von 920 Euro zu übernehmen.
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