Junkersdorf bei Haßfurt

Junkersdorf ist bald baustellenfrei

Nach drei Jahren sind die Arbeiten am Kanalnetz des Königsberger Stadtteils fast abgeschlossen.
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Die im Zuge der Kanalbaumaßnahmen vor allem durch Baufahrzeuge beschädigten Flurwege sollen in Ordnung gebracht werden. Diese Zusicherung erhielten die Junkersdorfer in der Versammlung.  Foto: Gerold Snater
Die im Zuge der Kanalbaumaßnahmen vor allem durch Baufahrzeuge beschädigten Flurwege sollen in Ordnung gebracht werden. Diese Zusicherung erhielten die Junkersdorfer in der Versammlung. Foto: Gerold Snater

Die Bürgerversammlung in Junkersdorf hatte ebenso wie die vorausgegangenen Bürgerforen in Königsberg, Hellingen, Römershofen und Holzhausen einen guten Besuch zu verzeichnen. Rund 40 Bürger aus diesem Königsberger Stadtteil nahmen am Montagabend an der Versammlung in der ehemaligen Schule teil.

Zu Beginn ging es um die Kanalbaumaßnahmen der vergangenen Jahre und ihre Auswirkungen. Für den Dreck und Staub, den die Junkersdorfer dabei erdulden und ertragen mussten, entschuldigte sich der Bürgermeister Claus Bittenbrünn (WG), bevor er das Wort an Malte Feltel vom Königsberger Ingenieurbüro ISE weitergab,

Der ließ den Ablauf der Baumaßnahmen, die im Jahr 2016 (geplant wurden sie schon vor 25 Jahren) mit dem Einpflügen der Druckleitung von Junkers-dorf nach Hellingen begonnen hatten, noch einmal kurz Revue passieren. Zur Freude der Versammlungsteilnehmer erklärte er, dass die Gesamtmaßnahme kurz vor dem Abschluss stehe. Es müssten nur noch einige Nacharbeiten wie Restasphaltierungen, Renaturierungen und weitere Kleinigkeiten erledigt werden, beschrieb er.

Kosten blieben im Rahmen

Nur verhältnismäßig wenige Fragen musste Feltel zu dem Projekt beantworten. Ein Versammlungsteilnehmer wollte Auskunft darüber haben, ob die Kosten im Rahmen des Ansatzes geblieben seien. Feltel konnte dahingehend beruhigen. Zwar sei der Untergrund an einigen Stellen sehr weich und musste stabilisiert werden, im Großen und Ganzen sei man aber finanziell innerhalb der Auftragssumme geblieben.

Ein Bürger monierte die vor allem durch die Baufahrzeuge verursachten Schäden an den benutzten unbefestigten Flurbereinigungswegen. Diese mussten während der Bauphase vermehrt benutzt werden, als die Ortsdurchfahrt aufgrund der Bauarbeiten gesperrt war. Feltel versprach, dass man zur Behebung der Schäden eine gute Lösung mit der ausführenden Baufirma finden werde. Bürgermeister Bittenbrünn meinte dazu: "Wir werden es so machen, dass es wieder in Ordnung ist."

Bezugnehmend auf die Frage nach der Oberflächenentwässerung informierte Feltel die Versammlung darüber, dass das neue Kanalsystem auf die Regenmenge ausgelegt sei, die in der Spitze statistisch gesehen alle drei Jahre einmal vorkommt, der Regenauffang-Stauraum auf ein fünfjähriges Regenereignis.

Abschließende Prüfung

Noch nicht durchgeführt wurde in einigen älteren Kanalsträngen an der "Burg" die Inlinersanierung, bei der in den vorhandenen Kanal zur Abdichtung ein weiteres Rohr eingezogen wird. Das werde aber bald geschehen, so Feltel. Die Bauzeit setzte er mit einer Woche an. Natürlich werde nach Abschluss der Arbeiten das Kanalnetz noch einmal optisch und mittels Druckprüfung auf eventuelle Schäden, die dann behoben werden, überprüft, stellte Feltel zum Ende seiner Ausführungen fest.

Nach diesen für Junkersdorf wichtigen Informationen erläuterte der Bürgermeister anhand von Grafiken und Lichtbildern die finanzielle Situation sowie die abgewickelten und für die Zukunft angedachten Projekte Königsbergs und der weiteren Stadtteile. Bei den Fragen im Anschluss ging es auch um den Friedhof in Junkersdorf. Zugesagt wurde, dass eine dort stehende marode Bank ersetzt werden wird. Auch soll dort die Möglichkeit für Urnengräber eingerichtet werden. Angesprochen wurde zudem der Eingangsbereich zum Vereinsheim. Der Zugang ist nicht behindertengerecht. Im Vereinsheim gibt es auch keine behindertengerechten Toiletten. Hierzu soll, so das Ergebnis der Aussprache, da es sich dabei um ein größeres Projekt handelt, eine gemeinsame Planung erfolgen.

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