Kehlbach

"Jungen Leuten Lust auf die Zukunft machen"

Veronika Schadeck Das Jahr 2019 war eines der bauintensivsten Jahre in der Geschichte der Gemeinde. Das wurde am Donnerstagabend bei der Bürgerversammlung im Dorfhaus Kehlbach deutlich. Bürgermeister ...
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Veronika Schadeck Das Jahr 2019 war eines der bauintensivsten Jahre in der Geschichte der Gemeinde. Das wurde am Donnerstagabend bei der Bürgerversammlung im Dorfhaus Kehlbach deutlich.

Bürgermeister Thomas Löffler sprach von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. Er forderte die Bürger auf, nicht nur Probleme, sondern auch die Chancen zu sehen. "Wir wollen den jungen Leuten Lust auf Zukunft machen!"

In seinem Rechenschaftsbericht ging er auf Projekte wie das Freizeit- und Tourismuszentrum, das Dorfhaus Kehlbach etc. ein. Er wies auf die alte Schule in Hirschfeld hin, in der demnächst eine Tagespflege und zwei Wohnungen eingerichtet werden. Bei der Infrastruktur sprach Löffler unter anderem die Gemeindegasse in Steinbach an, wo im Zuge des Ausbaus auch ein Gehweg errichtet wird. Beim Ausbau der Hasengasse in Windheim werden derzeit die Wasserleitungen neu verlegt. Dass der Landkreis einen Radweg vom Ölschnitzsee zum Rennsteig baut, wertete der Bürgermeister als eine Aufwertung.

Überlegt wird den Angaben zufolge derzeit auch, wie man die Anwohner der Rennsteigstraße entlasten kann. So wird eine Zufahrt zwischen Steinbach-Ort und -Bahn, unterhalb der Schule zur Kreisstraße 13 (zwischen Haßlach und Steinbach), geprüft.

Für den Breitbandausbau wird die Gemeinde Löffler zufolge 813 000 Euro investieren, 650 000 Euro davon erhält sie als Förderung. Einen besseren Empfang beim Mobilfunk für Buchbach und Kehlbach verspricht sich der Bürgermeister dann, wenn Mitte 2020 ein Funkmast auf der Langenhöher zwischen Buchbach und Langenau errichtet werden soll.

Lange ohne Neuverschuldung

In der Gemeinde werde auf die "Nachhaltigkeit" Wert gelegt. Löffler erwähnte den jährlichen Waldwirtschaftsplan, der durch Revierleiter Martin Körlin erstellt wird. Er sprach von Pflanzungen im Gemeindewald und im Schutzwald zwischen Brunnenstraße und dem Lärmschutzwall von Wiegand-Glas an. Über 2000 neue Pflanzen werden demnach gesetzt. Zudem solle im Jahre 2020 ein Energienutzungskonzept durch ein Planungsbüro erstellt werden.

Der Bürgermeister ging auch auf die Finanzen ein. Demnach beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung 365 Euro. Im Jahre 2001 waren es noch 1784 Euro. Die Höhe des Einkommensteueranteils in 2019 bezifferte er auf 1,7 Millionen Euro.

Wie Landrat Klaus Löffler deutlich machte, setze sich die Gemeinde für Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie soziale Ausgewogenheit ein. 18 Jahre habe man es geschafft, ohne Neuverschuldung zu wirtschaften und trotzdem Millionen Euro von Investitionen getätigt. Die Steuerkraft sei mit 1300 Euro pro Einwohner die zweitgrößte im Landkreis. Oberfrankenweit liege die Gemeinde auf Platz acht.

Werner Vetter bedankte sich im Namen der Dorfgemeinschaft für das Dorfhaus in Kehlbach. Er äußerte den Wunsch, die Kreisstraße von Kehlbach bis zur Einmündung nach Langenau auszubauen. Diese sei nur 5,10 Meter breit und eine Gefahrenstelle. Zudem wäre ein Radweg von Buchbach zum Rennsteig wünschenswert.

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