LKR Haßberge
Kreistags-Liste

Junge Liste tritt mit Mischung aus alten Hasen und absoluten Neulingen an

"Sieben auf einen Streich" - und damit möglichst zwei Sitze mehr als bislang will die Junge Liste (JL) Kreis Haßberge im kommenden Kreistag des Landkreises Haßberge erobern. Die jungen Politiker hoffe...
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"Sieben auf einen Streich" - und damit möglichst zwei Sitze mehr als bislang will die Junge Liste (JL) Kreis Haßberge im kommenden Kreistag des Landkreises Haßberge erobern. Die jungen Politiker hoffen darauf, dass die Wähler ihren großen Coup der vergangenen Monate honorieren werden. Sie bauen dabei auf einen schwarz-gelben Wahlhelfer, den inzwischen jeder Haushalt im Landkreis Haßberge kennt und dessen Einführung sich die Junge Liste maßgeblich auf die Fahne schreibt: die gelbe Tonne. Deren Einführung wird ab Januar das Abfallwesen im Landkreis Haßberge wesentlich verändern.

Mit dieser Errungenschaft habe die JL "landkreisweit richtig gepunktet", verkündete stellvertretender JL-Kreisvorsitzender Thomas Wagenhäuser bei einer Versammlung in Augsfeld, bei der sich die JL für die Kommunalwahl im März rüstete.

100 Prozent Zustimmung

Der Kreisverband nominierte seine 60 Kandidaten - 17 Frauen und 43 Männer - für die Kreistagswahl, wobei die Liste den Angaben zufolge auf hundertprozentige Zustimmung aus der Versammlung bauen kann. Spitzenkandidat ist der neue Kreisvorsitzende Julian Müller aus Sand. Auf Platz zwei steht Thomas Wagenhäuser aus Aidhausen, der das JL-Quintett im Kreistag aktuell als Fraktionssprecher anführt.

Außer dem Aidhäuser wird von den fünf JL-Kreisräten nur Christian Zehendner aus Ebelsbach (Platz 13) neuerlich für die Junge Liste kandidieren. Die "JL-Kreistags-Oldies" Elisabeth Zimmer aus Ebern, Alexander Ambros aus Knetzgau und Holger Baunacher aus Wonfurt treten im kommenden Jahr für die CSU an. Fabian Weber aus Ebern und Sebastian Schilling aus Haßfurt gehen den anderen Weg. Hatten sie zur letzten Kommunalwahl noch für die CSU um die Wählergunst gerungen, gesellen sie sich nun wieder zur "Jugend" (Platz 5 bzw. 18 der JL-Liste). Wobei das Lebensalter sekundär ist, haben einige der Kandidaten doch bereits mehr als 40 Lenze auf dem Buckel; zwei "Nesthäkchen" dagegen sind aktuell noch nicht volljährig.

Gerade der Jugend gehöre die politische Zukunft versicherte Steffen Vogel, der es selbst von der JL Haßberge bis zu seinem heutigen Posten als CSU-Landtagsabgeordneter gebracht hat. "Die Junge Liste", sagte er, "ist die beste Möglichkeit, dass auch junge Menschen in den Kreistag kommen". Er ermunterte dazu, jung und provokativ zu denken und neue Impulse zu setzen.

Gut vernetzt

Dies will die Junge Liste in der neuen Wahlperiode beispielsweise bei der Bekämpfung der Funklöcher im Landkreis umsetzen und bei der Aufwertung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Rufbusse oder -taxen müssten kein Privileg der Städter bleiben, hieß es dazu.

Über Facebook und Instagram sieht sich die JL gut vernetzt und baut auf große Reichweite. Von derartiger Präsenz in den Sozialen Medien könnten die großen Parteien im Landkreis nur träumen, sagte Julian Müller. eki

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