Neida
neida.inFranken.de  Die Feuerwehr Neida blickte zurück auf ein eher ruhiges Jahr 2018 und hat für die Zukunft einen dringenden Wunsch.

Junge Leute braucht die Feuerwehr

In elf Ortsteilen der Gemeinde Meeder gibt es eine freiwillige Feuerwehr. Alle tragen sie zum Gemeindeleben in ihrem Ort bei. Deutlich wurde bei der Hauptversammlung, dass es aus diesem Grund sehr wic...
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Dem langjährigen Jugendwart Dittmar Resch (Bildmitte) dankten für sein engagiertes Wirken (von links) Dietmar Ehrlicher, Nicole Resch, Stefan Püls und Manfred Brückner. Jugendwartin Nicole Resch übernahm das Ehrenamt von ihrem Vater Dittmar, der über 20 Jahre dieses Amt ausgeübt hat.  Foto: Karin Günther
Dem langjährigen Jugendwart Dittmar Resch (Bildmitte) dankten für sein engagiertes Wirken (von links) Dietmar Ehrlicher, Nicole Resch, Stefan Püls und Manfred Brückner. Jugendwartin Nicole Resch übernahm das Ehrenamt von ihrem Vater Dittmar, der über 20 Jahre dieses Amt ausgeübt hat. Foto: Karin Günther

In elf Ortsteilen der Gemeinde Meeder gibt es eine freiwillige Feuerwehr. Alle tragen sie zum Gemeindeleben in ihrem Ort bei. Deutlich wurde bei der Hauptversammlung, dass es aus diesem Grund sehr wichtig ist, diese Feuerwehren auf alle Fälle beizubehalten, zum einen für einen raschen Einsatz wegen der Ortskenntnis, zum anderen für eine harmonische Dorfgemeinschaft.

In dem kleinen Ortsteil Neida mit 170 Einwohnern stand die Feuerwehr im Mittelpunkt. Vereinsvorsitzender Dietmar Ehrlicher erläuterte in seinem Rückblick, dass der Feuerwehrverein gegenwärtig aus 19 aktiven und 18 passiven Mitgliedern inklusive sechs Ehrenmitgliedern bestehe. Jugendliche Feuerwehrkameraden gebe es zurzeit leider nicht. Die Italienische Nacht, das Highlight des Dorfes und weit in den Landkreis hinein bekannt, sei wieder ein voller Erfolg gewesen, ebenso das Dorffest am darauffolgenden Tag, sagte Ehrlicher.

Die Feuerwehr bringt alljährlich den Spielplatz auf Vordermann und die Frauen machen Großputz im Feuerwehrhaus. Der erste Arbeitseinsatz fand bereits statt, es war die Aktion "Zamm geht's", zwölf Helfer nahmen daran teil.

Erfreulich sei die Spende der VR-Bank Coburg in Höhe von 500 Euro, die aus dem Gewinnsparen vergeben worden sei, sagte Ehrlicher. Dann berichtete er noch, dass die Wehr einen Beamer angeschafft habe, der bei Schulungen eingesetzt werden soll und bei Bedarf auch den Ortsvereinen zur Verfügung stehe. Das Protokoll verlas Schriftführer Bernd Reißenweber. Auf die Finanzen ging Henry Renner ein.

In seiner Doppelfunktion als Vereinsvorsitzender und Kommandant blickte Dietmar Ehrlicher auf die Übungen, Schulungen und Dienste zurück. Bei acht Übungen seien die Löschangriffe, das Saugschlauchkuppeln, Knoten und Stiche erklärt und in die Praxis umgesetzt worden. Eine Übung sei am Hof von Udo Karl mit Menschenrettung und Atemschutz und Betreuung der verletzten Personen durchgeführt worden. Zwei Schulungen zur Unfallverhütungsordnung habe Kreisbrandmeister Manfred Brückner gehalten. Von Einsätzen blieb die Wehr laut Ehrlicher im vergangenen Jahr verschont.

In der Brandschutzwoche galt als Übungsobjekt das Anwesen von Thomas Schreiner in Wiesenfeld. An diesem Übungs-Großeinsatz waren die Wehren aus Meeder, Bad Rodach, Drossenhausen, Wiesenfeld, Großwalbur, Kleinwalbur und Neida mit eingebunden. Die Feuerwehr Neida habe wie immer während der Brandschutzwoche Kinder und Jugendliche zur Brandschutzerziehung eingeladen. Neun Kinder und vier Mütter seien von sechs Feuerwehrleuten in die Brandgefahren eingewiesen worden, berichtete der Kommandant.

Die Neidaer Wehr werde in Kürze mit einem neuen Tragkraftspritzenanhänger ausgestattet, sagte Ehrlicher. Weil an den Übungen nur etwa 65 Prozent der Wehrleute teilgenommen hätten, wünsche er sich künftig eine größere Übungsbeteiligung von den 19 Kameraden, die Dienst versehen, sagte der Kommandant. Das Durchschnittsalter dieser Gruppe betrage knapp 44 Jahre. Es gab aber auch fleißige Übungsbesucher: Nur ein einziges Mal fehlten Dittmar Resch, Heyo Renner, Nicole Resch und Ludwig Seubert. Sie erhielten ein kleines Geschenk als Anerkennung. Nicole Resch war es auch, der Ehrlicher für die Einladungen zu Terminen dankte, weiterhin dafür, dass sie Feuerwehrbilder beschriftet und zusammenstellt.

Für 30 Dienstjahre erhielt Hauptfeuerwehrmann und Maschinist Udo Karl das Ärmelabzeichen. Zur Jugendsprecherin wurde Nicole Resch ernannt. Sie tritt die Nachfolge ihres Vaters Dittmar Resch an. Er war 20 Jahre Jugendwart der Feuerwehr Neida. Als Dankeschön erhielt er einen Erinnerungsteller.

Eine Jugendgruppe gibt es in Neida zurzeit nicht. Die neue Jugendwartin Nicole Resch will mit ihrem Vertreter Ludwig Seubert diese Truppe aufzubauen. Die Jugendwartin appellierte deshalb an die Eltern von Jugendlichen, diese zur Feuerwehr zu schicken, da dringend Nachwuchs gebraucht werde. Sie dankte ihrem Vater Dittmar, der als Jugendwart und Jugendsprecher über 20 Jahre fungierte, mit den Worten: "Er hat mir große Fußstapfen hinterlassen."

Kreisbrandinspektor Stefan Püls dankte ebenfalls dem langjährigen Jugendwart. Als oberste Priorität nannte er die Werbung für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst, und diese müsse im gesamten Landkreis erfolgen. Er ermutigte den Verein, eine Kinderfeuerwehr aufzubauen. Kreisbrandmeister Detlef Schoder könnte dafür angesprochen werden. Kreisbrandmeister Manfred Brückner überbrachte in seiner Funktion als Vertreter der Gemeinde Grüße. Zwei neue Feuerwehrautos mit einer hohen Summe seien in den Haushalt aufgenommen worden, sagte er. Die Zusammenarbeit mit Wehren aus der gesamten Gemeinde Meeder solle unbedingt fortgesetzt werden. Karin Günther

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