Pretzfeld
pretzfeld.inFranken.de  Der Feuerwehrnachwuchs leistete mit der Patenfeuerwehr aus Bretzfeld einen 24-Stunden-Dienst.

Jugendliche proben gemeinsam Ernstfall

Ganz unter dem Motto "Retten - bergen - löschen - schützen" startete für die 36 Jugendlichen der Feuerwehr Pretzfeld und der Patenfeuerwehr aus Bretzfeld (Baden-Württemberg) ein 24-Stunden-Dienst. 24 ...
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Die Jugendfeuerwehren retten eine angenommen verunglückte Person. Foto: Katja Priebusch
Die Jugendfeuerwehren retten eine angenommen verunglückte Person. Foto: Katja Priebusch

Ganz unter dem Motto "Retten - bergen - löschen - schützen" startete für die 36 Jugendlichen der Feuerwehr Pretzfeld und der Patenfeuerwehr aus Bretzfeld (Baden-Württemberg) ein 24-Stunden-Dienst.

24 Stunden lang wurden Einsätze real nachgestellt. Die Jugendlichen konnten ihre bereits erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen sowie noch vieles an Wissen und praktischem Handeln mitnehmen.

Nach der Ankunft im Feuerwehrhaus wurden die Jugendlichen in zwei Löschzüge eingeteilt. Es gab eine Einweisung auf die Feuerwehrfahrzeuge LF8/6, LF10 (Löschgruppenfahrzeug), DMF (Dekontaminationsmehrzweckfahrzeug), MTW (Mannschaftstransportfahrzeug), MZF (Mehrzweckfahrzeug) und die Einsatzklamotten wurden bereitgestellt - dann war der Feuerwehrnachwuchs ganz gespannt, was als Erstes passiert.

Viel Zeit verging nicht. Der zweite Löschzug wurde mittels Alarmton zu einem verunglückten Traktor mit auslaufenden Betriebsstoffen gerufen. Die Jugendlichen retteten den Verunglückten, sicherten die Einsatzstelle sowie den Traktor ab und banden die ausgelaufenen Betriebsstoffe.

Auch mitten in der Nacht gab es keine Ruhe: Früh um 1 Uhr wurde der Löschzug 1 zu einem Großbrand am Kirschenfest-Parkplatz gerufen. Es wurde eine Wasserversorgung mit einer Schlauchstrecke von 500 Metern vom Ort bis zur Einsatzstelle sichergestellt und das Feuer unter Kontrolle gebracht.

Aber auch der Löschzug 2 war nicht untätig: Er wurde kurz darauf zur Personensuche am Kirschenfest-Parkplatz alarmiert; alle Vermissten wurden gefunden und erstversorgt. Nach einer einsatzreichen Nacht und mit noch verschlafenen Augen ging es weiter: Ein verunglückter Waldarbeiter war das Stichwort.

Waldarbeiter eingeklemmt

An der Einsatzstelle angekommen war die Lage gleich klar: Der Waldarbeiter war einen Hang hinuntergerutscht und unter einem Baum eingeklemmt. Die Jugendlichen seilten sich zum Waldarbeiter ab, befreiten ihn unter dem Baum, versorgten und retteten ihn, so dass eine Übergabe an den Rettungsdienst möglich war.

Die intern eingerichtete Leitstelle alarmierte am Nachmittag unter Einsatzmeldung "Pfarrheim Pretzfeld, starke Rauchentwicklung, vier Vermisste Personen". Mit dem Löschgruppenfahrzeug und dem Mehrzweckfahrzeug ging es mit Blaulicht und Martinshorn zur Einsatzstelle, der Rauch kam bereits aus dem Gebäude und der Einsatzleiter erklärte den Jugendlichen die Situation. Mit Atemschutzmaske, Schlauch sowie Erste-Hilfe-Rucksack konnten sie die Personen aus dem Gebäude retten. Eine Wasserversorgung war ebenfalls sichergestellt und die Verletzten wurden medizinisch erstversorgt.

Gleichzeitig wurde der Zug 1 alarmiert: Verkehrsunfall, eine eingeklemmte Person. Ein Lkw ist rückwärts auf ein fahrendes Auto gefahren und hat eine Person eingeklemmt. Die Jugendlichen konnten den Pkw sichern und Verletzte sicher retten.

Einladung für nächstes Jahr

Damit auch die Freundschaft der beiden Patenfeuerwehren nicht zu kurz kommt, wurde anschließend an die beiden Einsätze gegrillt und der 24-Stunden-Dienst wurde erfolgreich beendet. Mit Martinshorn, Blaulicht und einem dreifachen "Wassermarsch!" verabschiedete sich die Patenfeuerwehr Bretzfeld und lud die Jugendfeuerwehr Pretzfeld für 2020 nach Baden-Württemberg ein. red

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