Erlangen
Beteiligungsprojekt

Jugendliche Lego-Architekten bauen und planen die Stadt-Umland-Bahn

Viele bunte Steine und noch mehr Ideen: Der Zweckverband Stadt-Umland- Bahn veranstaltete mit dem Stadtjugendring Erlangen eine Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche. Im Ohm- Gymnasium in Erlan...
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Kinder und Jugendliche planen die Stadt-Umland-Bahn nach ihren Vorstellungen. Foto: Christian Kohlert , SJR
Kinder und Jugendliche planen die Stadt-Umland-Bahn nach ihren Vorstellungen. Foto: Christian Kohlert , SJR

Viele bunte Steine und noch mehr Ideen: Der Zweckverband Stadt-Umland- Bahn veranstaltete mit dem Stadtjugendring Erlangen eine Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche. Im Ohm- Gymnasium in Erlangen konnten die zwölf Teilnehmer ihre Vorstellungen einer Stadt-Umland-Bahn mit Lego bauen. Die Ergebnisse werden im Erlanger Rathaus ausgestelt und fließen in die weiteren Planungen zur Stadt-Umland-Bahn ein.

"Für uns ist es wichtig, auch die Ideen von Kindern und Jugendlichen zu hören und in den kommenden Planungen zu berücksichtigen. Diese haben noch einmal ganz andere Wünsche und Vorstellungen als wir Erwachsenen. Für das Projekt hatten wir mehr als doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze. Das zeigt, dass auch die jungen Bürger der drei Städte Interesse an der Mitgestaltung der Stadt-Umland-Bahn haben", betonte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik, der am ersten Planungstag die Teilnehmenden begrüßte.

Nach einer ersten Besichtigung der Strecke in der Nürnberger Straße, die geplant und gebaut werden sollte, ging es mit dem Bus nach Nürnberg. An der Haltestelle "Am Wegfeld" wartete eine VAG-Straßenbahn, die die jungen Planer näher unter die Lupe nehmen konnten.

Auf Lokaltermin

Neben dem Vermessen des Fahrzeuges wurden auch die Gleise genauer untersucht. Ein Mitarbeiter der VAG erläuterte zudem die technischen Rahmenbedingungen eines Straßenbahnbetriebs. Im Anschluss folgte eine Rundfahrt durch Nürnberg.

An den zwei folgenden Veranstaltungstagen stand das Bauen der Modelle im Mittelpunkt. Dabei wurden die Lego-Architekten von einem Planer der Stadt-Umland-Bahn und vier Betreuern des Stadtjugendrings unterstützt. Die Ergebnisse wurden im Anschluss den Eltern und dem Geschäftsleiter des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn, Daniel Große-Verspohl, vorgestellt.

"Wir haben eine Haltestelle gebaut, die über eine eigene Toilette und einen Briefkasten verfügt. Wichtig ist, dass mit der StUB jeder fahren kann. So sollten die Bahnsteige für jeden erreichbar und die Bahnen behindertengerecht sein. Auch sollte die Straßenbahn Platz für Fahrräder bieten", erläuterte ein Teilnehmer.

Ein weiterer Vorschlag sieht vor, dass nicht nur Fahrgäste mit der StUB zukünftig befördert werden sollten, sondern auch Pakete, die an die großen Unternehmen an der Strecke geliefert werden könnten. "Es ist toll, wie die Kinder und Jugendlichen in den drei Tagen ihre Ideen umgesetzt haben. Die Modelle sind bis ins Detail ausgearbeitet", freut sich Große-Verspohl und ergänzt: "Da das Projekt bei allen Teilnehmenden gut ankam, werden wir künftig weitere Planungswerkstätten folgen lassen."

Die Ergebnisse der ersten Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche zur Stadt-Umland-Bahn sind vom 8. bis 12. Juli im Erlanger Rathaus zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung "beteiligt & DABEI" präsentieren die jungen Planer ihre Ideen der Öffentlichkeit. Die Ausstellung wird am 8. Juli um 16 Uhr offiziell eröffnet.

Hintergrund

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB), mit seiner Geschäftsstelle in Erlangen, ist für die Planung, den Bau und Betrieb der StUB zuständig. Mitglieder des ZV StUB sind die drei Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach.

Verbandsvorsitzender ist derzeit German Hacker, Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach. Bei der Stadt-Umland-Bahn handelt es sich aktuell um eines der größten Straßenbahnprojekte in Deutschland. red

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