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Jugendkapelle erwärmt ihr Publikum in der Klosterkirche

Pfarrer Peter Söder hatte den Konzertbesuchern einen "bunten Melodienstrauß und Ohrenschmaus" der Jugendkapelle Aurachtal versprochen, und die Kapelle löste dieses Versprechen ein. Mit einer Auswahl a...
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Wolfram Heinlein dirigiert das Orchester. Foto: Richard Sänger
Wolfram Heinlein dirigiert das Orchester. Foto: Richard Sänger

Pfarrer Peter Söder hatte den Konzertbesuchern einen "bunten Melodienstrauß und Ohrenschmaus" der Jugendkapelle Aurachtal versprochen, und die Kapelle löste dieses Versprechen ein. Mit einer Auswahl an besinnlichen und auch beschwingten Musikstücken gelang es der Jugendkapelle Aurachtal unter der Leitung von Wolfram Heinlein, den Besuchern eine entspannte Stunde zu bereiten.

Der Aufforderung von Andreas Krome bei seiner Begrüßung, doch zusammenzurücken und zu kuscheln, kamen die zahlreichen Besucher sicher gerne nach, denn die Klosterkirche ist für ihre unterkühlten Temperaturen bekannt.

Die Moderation übernahm Pfarrer Peter Söder, der auch über die Komponisten einiges zu erzählen wusste. Das Konzert wurde mit "Make Our Garden Grow" von Leonard Bernstein eröffnet. Er galt als einer der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts und wäre im August dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Klassisch wurde es beim "Hornkonzert in Es-Dur" von Wolfgang Amadeus Mozart, dabei kamen vor allem die Solisten Gaby Lorenz, Hanna Stumptner und Marietta Gensior und wie insgesamt die hervorragende Akustik der Klosterkirche zur Geltung. Die Konzerte für Horn und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart bilden einen wichtigen Teil im Repertoire der meisten Hornisten und sind teils technisch und auch konditionell höchst anspruchsvoll. "Es bereitet beim Spielen aber sehr viel Spaß", kommentierte Hornistin Lorenz ihr Solo.

Beeindruckende Melodien wie "Symphony No. 5" (Auszug aus dem Finale) von Antonin Dvorák standen ebenso auf dem Programm wie eine moderne Gospel-Rock-Zusammenstellung mit dem Stück "African-American Spiritual", das oft von großen Gospel-Chören in Amerika gesungen wird. Bruce Preuninger hat es stilgerecht für Bläser angepasst und dabei natürlich auch die swingenden Effekte nicht vergessen.

Beeindruckendes Solospiel

Voll von Kontrasten sowie dynamischen Stilfragmenten ergoss sich "Flower Duet" von Léo Delibes in das Innere der Klosterkirche. Beeindruckend das brillante Solospiel der Solistinnen Tanja Stumptner, Franziska Dobler und Lena Schnabl im Duett mit den Flügelhörnern. Das Stück "The Saints Halleluja" von Calvin Custer, in dem sich einzelne Melodienelemente der Stücke "Halleluja" und "Oh when the Saints" zu einer passenden Gesamtheit zusammenfügten, sorgte für Begeisterung bei den Besuchern.

Das vorletzte Stück, die "Choral Suite" von James Swearingen, zählt mittlerweile zu den Klassikern im Repertoire für Jugendorchester. Das dreisätzige Stück beginnt mit einer einschmeichelnden choralähnlichen Einleitung, um überzuleiten in einen schnellen Teil, bei dem auch vor allem die Percussionisten gefordert werden, aber auch die Solisten mit Flöte und Bariton müssen ihr Können beweisen.

Mit dem Medley "Rock in the Mountains" von Roland Kernen kündigte Pfarrer Peter Söder das letzte Stück an. Roland Kernen ist es mit seinem Medley aus vier großen Hits der "Gipsy Kings" gelungen, das Temperament und das Feuer auf Musiker und Zuhörer zu übertragen. Angesichts der doch etwas kalten Klosterkirche das richtige Stück. Allerdings durfte das Jugendorchester den Chorraum nicht ohne Zugabe verlassen. Richard Sänger

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