Lichtenfels
Preisträgerkonzert

"Jugend musiziert": sanfte Töne und große Gefühle

Jonas Mankes Finger tanzen über die silbernen Ventile der Klarinette. Lassen schnelle, beschwingte Töne aus der Öffnung des Instruments weichen und durch de...
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Jonas Manke (rechts) und Lea Gießler sind ein eingespieltes Duo. Deswegen sind sie auch eine Runde weiter im bundesweiten Wettbewerb "Jugend musiziert". Foto: Tobias Hohner
Jonas Manke (rechts) und Lea Gießler sind ein eingespieltes Duo. Deswegen sind sie auch eine Runde weiter im bundesweiten Wettbewerb "Jugend musiziert". Foto: Tobias Hohner
Jonas Mankes Finger tanzen über die silbernen Ventile der Klarinette. Lassen schnelle, beschwingte Töne aus der Öffnung des Instruments weichen und durch den Konzertsaal hallen. Lea Gießlers Finger tanzen auch. Nicht über silberne, sondern über schwarze und weiße Tasten. Sie begleitet Jonas am Klavier. Gemeinsam sind sie ein eingespieltes Duo, haben sich deswegen für den bayerischen Landeswettbewerb von "Jugend musiziert" qualifiziert. Dieser findet in Regensburg statt.
Doch bevor es für sie dort hingeht, steht Lichtenfels auf dem Programm. Als die Finger der beiden jungen Musiker ruhen, sind es die Finger des Publikums, die den Ton angeben: Applaus tönt durch den Saal der ehemaligen Synagoge. Jonas ist 15 Jahre alt, Lea 17. Im Februar haben sich die beiden Lichtenfelser im Regionalwettbewerb von "Jugend musiziert" unter rund 60 Teilnehmern durchgesetzt. Und sind nun eine Runde weiter. Der Regionalwettbewerb ist die erste Hürde. Dort treten Jugendliche aus den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels gegeneinander an und müssen sich dem Urteil einer Fachjury stellen.


Ein Auftritt als Sonderpreis

Einer der Sonderpreise, die dort vergeben wurden, ist das Konzert an diesem Nachmittag, organisiert von der Heinrich-Faber-Musikschule. Dort spielen die drei Musiker oder Paare, die die besten Bewertungen erhalten haben. Neben Jonas und Lea hat auch Marcel Schuberth die Jury überzeugt. Der Kronacher ist 15 Jahre alt und hat sich seit seiner Kindheit vor allem einem Instrument gewidmet: der Gitarre. Sanft streichen seine Finger über die Saiten der Akustikgitarre. Die Klänge, die ihr entweichen, sind ruhig, gefühlvoll, brauchen keine weitere Begleitung, um Emotionen zu wecken. Emotionen, die auch Marcel in seinen Auftritt steckt.
Währenddessen hält er die Augen verschlossen, fühlt den Griff der Gitarre, die Saiten und die Musik. "In einem Bächlein helle" setzt zum Abschluss des Konzerts Lars Tappert ein. Die kräftige Stimme des 19-jährigen Tenors hallt durch den Saal. Und windet sich auf und ab in verschiedenen Tonlagen - ähnlich wie "Die Forelle" aus Franz Schuberts Stück. Begleitet wird er dabei von Julia Rögner am Klavier. Am Landeswettbewerb in Regensburg teilnehmen zu dürfen, bedeutet den jungen Musikern, die an diesem Nachmittag aufgetreten sind, viel. Vor allem eines liegt ihnen dabei besonders am Herzen: "Das Wichtigste ist für mich, dass ich Erfahrungen sammle und mich mit anderen Musikern austauschen kann", verrät der Lichtenfelser Jonas Manke. "Ich möchte aber auch so weit wie möglich im Wettbewerb kommen."
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